Archiv für die Kategorie Gäste

Musik für Conrad Cortin

Animiert durch die Lyrik des Conrad Cortin habe ich immer wieder gerne zur Gitarre gegriffen und eine Untermalung zu seinen gelesenen Werken komponiert. ”Die Rote“ habe ich erst nur selbst gelesen und dann vertont, eh ich sie selbst aufs Band gesprochen habe.

Die Bandbreite seiner Lyrik hat mich immer auf gewagte Ideen gebracht. So habe ich den Sphärenklang mit drei einzelnen Orgelpfeifen und einer Software erstellt, ebenso, wie ich die Instrumente der Partymusik alle selbst gespielt habe (Trompete, Klavier und Kontrabass)

Diese Stücke sind 2015 in einer Literatursendung zu hören gewesen – und durch das niemals vergessende Internet immer noch auffindbar.

Euer

Kariologiker

https://literaturradiohoerbahn.com/sendung/lyrik-conrad-cortin-und-kario-kariologiker/

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Russe

Luise schläft gern in den Vormittag hinein. Auch wenn ich sie besuche bleibt sie liegen. Im Haus meiner Großeltern nimmt man es nicht so genau. Heute ist Luise gar nicht aufgestanden. Draußen wird es schon dunkel. Ich sitze an ihrem Bett. Viel lieber legte ich mich neben sie. Jedoch einer Bayern hätte sie schon als Liebhaber. Bloß keinen Russen. Das freut Boris, den sportlichen, blonden Russen mit der kurzgeschorenen Frisur. Er erzählt ihr von Russland. Luise ist nicht abgeneigt, mit Boris nach Russland zu reisen. Sie zieht das feurige Temperament des Russen dem intellektuellen Feuerwerk vor, das ich ihr biete.

Conrad Cortin

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Stephan Hammes betrachtet

Heute habe ich einen Text von Stephan Hammes eingestellt, ein Koch, der das bröckelnde Ansehen der Fernsehköche nicht dadurch rettet, dass er nicht in aller Öffentlichkeit mit Essen matscht, sondern sich dadurch empfiehlt, dass er m.E. über einen gesunden Menschenverstand verfügt und das wortgewandt kundtut.

Das „Verstehen können“ setzt das „Verstehen wollen“ voraus!

Ich verstehe nicht das etablierte Parteien in eine solche Panik geraten wie ein ganzer Biohühnerstall in welchem der Lausbub eine aufgeblasene Brötchentüte hat knallen lassen. Weil ein Infuencer eine persönliche und subjektiv betrachtet eine pubertäre Wahlempfehlung hat ausgesprochen. Und? Unterhose auf´m Kopp un Foto von sich machen ist nichts wirklich Überraschendes denn so sind wir früher auch ohne Internet durch den Kölner Kaufhof um zu provozieren… mit 14. Gut Neue Zeiten, neue Sitten. Jaaaaaa… Stephan, der hat 600.000 Follower! Ich möchte… ich will verstehen, mir ist das in der Tat sehr ernst, welchen Wert ein/e FollowerIn hat. Welches Gewicht in der Waage der sozialen Gesellschaftsform hat ein/e FollowerIn? Das man nervös werden muss… als medienunbeholfenes Organ der Regierung!

Welche Grösse hat der Wertes eines/r  FollowerIn… macht welche Höhe aus in…

# Sozialabgaben

# Rentenversicherungsbeitrag

# Arbeitslosenversicherungsbeitrag

# Arbeitnehmeranteil der Gesetzl. Krankenversicherung

# Windelgeld der Pflegestufe III

# Altenpflege

# Gewerbesteuer der Selbstständigen an die Kommunen

#  Private Altersvorsorge

# Schulbus

#  Ehrenamt Bürgerbus, Menschen mit Behinderung, Krankenpflege etc.

# Hartz IV finanzieren und in Anspruch nehmen können

# und, und, und… etc., etc., etc.

Wie wichtig ist ein/e FollowerIn in Betrachtung unserer demokratischen sozialen politischen Gesellschaftsform? Was trägt diese/r hierzu bei? Ausser eine Zahl einer Internetplattform zu sein. Was macht das in Berufsgenossenschaftsbeiträgen oder Soli oder Kirchensteuer… was trägt der Wert einer/s FollowerIn zu unser Aller Sozialwesen bei?

Nix! Oder?

Es ist vielleicht der Pflegenennwert der eigenen Eitelkeit und drückt Werbereleveanz für Hersteller aus weil Zielgruppen für hohle Nüsse erreicht werden können. Danke Du DeppIn! Hier haste was Kohle während wir unsere Umsätze fett steigern! Kann ja sein…

Ich erkenne nur… ihr habt uns versaut… die machen das einfach nicht.. unsere Zukunft ist wegen euch, ja euch im Arsch… warum haben Alte Wahlrecht obwohl die bald sterben und wir Jungen nicht obwohl das Leben noch vor uns liegt (KEIN SCHEISS… O-TON)… Wissenschaftler schliessen sich uns an und sind ebenfalls unserer Meinung… usw… Wissenschaftler haben heraus gefunden… und sind wieder hinein gegangen…

Ich lese/höre nicht… wir haben erreicht, konnten durch setzen das, haben weiterhin verhindern können, folgende Aktionen waren von Erfolg gekrönt und durften unsere Lösungsvorschläge zu Gehör bringen… usw…

Die „neuen“ Medien sind ja klasse und die Kontakte wirklich interessierter Menschen an den eigene Dingen teilhaben zu lassen hat etwas für sich, man erlebt durch reale Umsetzung ins unvirtuelle Leben nach Draussen viele tolle Erlebnisse und Kontakte, erlebt unkomplizierte Gastfreundschaft und pflegt und erhält diese auch.

Aber zigtausende FollowerInnen sind doch nur noch inflationäre Katzenscheisse welche einem lauwarm beim Aufstehen Morgens durch die Zehen quillt weil man es versäumt hat das Kätzchen des Nachtens raus zu lassen. Abbrausen, Zähne putzen, Kaffee trinken… die echte Frische, die wiedergefundene Frische des Lebens geniessen… aber die die Wertigkeit an einer Riesenzahl von virtuellen „Besuchern“ fest machen und das altgediente, wenn auch temporär unbeholfenen Parteien sich hier von aus der Ruhe bringen lassen…

Wir müssen uns für nix schämen, echt nicht… immer nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt mit der Sachkenntnis des Status Quo… und die Sätze, welche hier von welcher Generation auch immer raus gehauen werden, die hatte meine verhasste Oma schon in den 70ern drauf… und die war damals schon alt und ewiggestrig… das sie die Schweine gebissen haben…

… die neuen Jungen sind ja bald die alten Alten… wie immer im Leben…

Und ich verstehe es nicht! Nicht weil ich es nicht will… weil Influenza die Nase laufen lässt und man hier immer unleidig ist?

© Stephan Hammes

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Schönes Fest

Heute möchte ich ein Gedicht von Florian Tekautz als Gastautor vorstellen.
Florian, 1976 geboren, lebt und arbeitet in Linz, Österreich, und hat zwei Gedichtbände veröffentlicht – Sanft wie eine Kettensäge und Flüsternde Rebellion.

Schönes Fest
Ich halte nichts von euren Autos
Euren Frauen, unser Geld
Zeig mir einen, den es langweilt
Und ich zeig dir einen Held

Euer Glauben, eure Werte
Sind mir ferner als ein Stern
Und ich halte mich so gut
Wie´s geht von eurem Leben fern

Denn ich bin kein Freund des Schmerzes
Ich mag Spaß und Harmonie
Pflege lieber meine Tasten
Als die beste Therapie

Euer Dasein ist die Krätze
Euer Weltbild ist die Pest
Jede Stunde ohne Fratzen
Ist für mich ein schönes Fest

© Florian Tekautz

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Die zehn Gebote eines Pessimisten

Heute darf ich noch einmal einen Text von Ignaz Zwirngiebel einstellen, einen Autor, den ich auf meinem Blog schon begrüßen durfte. Auch wenn er sich in diesem Text als Pessimist darstellt, so sehe ich den Inhalt als solchem positiv. Nur wer beide Seiten einer Medaille kennt, weiß letztlich besser den Realismus zu begegnen, der uns umgibt.

Nachdem die offizielle Staatsräson, Religionsdoktrin und Philosophiemaxime der Optimismus ist (ich sag nur Leibniz, dieser Keksbäcker), haben es wackere Pessimisten schwer in diesen Zeiten. Zwar gibt es Bestätigung für ihre Weltsicht in Permanenz und erdrückender Evidenz, man muß nur das Weltgeschehen zur Kenntnis nehmen, doch darum soll es hier nicht gehen. Es geht nicht um den alltäglichen, banalen Pessimismus als Conclusio der Erfahrung, also die Mieselsucht a posteriori, es soll hier um den philosophischen Pessimismus a priori gehen. Den Ekel vor dem Sein an sich.

In Analogie zum den 10 Geboten des Jahwe vom Berg Sinai, könnten die 10 Gebote des philosophischen Pessimisten so aussehen.

1. Du sollst dich töten. Denn jede Existenz ist Qual und von vornherein völlig sinnlos.

2. Trotzdem weiter leben ist inkonsequent und eines anständigen Menschen unwürdig.

3. Die Angst vor dem Tod ist Kennzeichen ausgeprägten Schwachsinns und von Realitätsverweigerung.

4. Die Existenz, das Sein und Dasein, sind absurd, leidvoll und immer ein Irrtum, der so rasch wie möglich zu beenden ist.

5. Die Natur ist eine Höllenmaschine, nur dazu da, dich zu quälen.

6. Die Fortpflanzung ist Werk des Teufels und dient nur der Perpetuierung des Leidens.

7. Tötung auf Verlangen ist die höchste Form der Barmherzigkeit.

8. Gott ist tot. Sollte es ihn dennoch geben, ist er die Ursache alles Bösen.

9. Gottesmord ist die höchste Tugend.

10. Das Nichtsein ist die größte Glückseligkeit.

Amen.

Wer meint, das sei total krank, hat natürlich Recht. Betonung auf natürlich. Er ist noch voll gefangen im Wahn von der Güte in der Welt, in der Verhaftung im ‚Alles-ist-gut-Irrsinn‘, in dem vom sadistischen Schöpfer allem Kreatürlichen eingeprägten Selbsterhaltungstrieb.

Ja, so oder so ähnlich könnte er aussehen, der Dekalog des konsequenten Pessimisten.

© Ignaz Zwirngiebel

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Unheimliche Feststellung

Heute habe ich DRAGO zu Gast und möchte einen Beitrag von ihm posten, der mich unmittelbar betrifft. Leider musste ich einsehen, dass Drago das richtig gesehen hat und seinen mahnenden Beitrag als Warnung für alle anderen und werdenden Opas verstanden wissen … is datt nit schrecklisch?
 

Ich habe heute morgen, als ich darauf wartete, 

dass mein Gesicht auch endlich aufwacht, 

eine unheimliche, ja erschreckende Feststellung 

gemacht. Und ich möchte dringend warnen! 

Mich persönlich betrifft es zwar nicht, weil ich 

in einem Alter bin, in welchem dem entdeckten 

Umstand keine Bedeutung mehr zukommt. 

Aber es betrifft – leider! – sehr viele Kinder. 

Großväter sind gefährlich! 

Durch Zufall bin ich darauf gestoßen, dass uns 

die Bezeichnungen der gemeingefährlichen Typen 

auch das Erkennungszeichen mitteilen. 

Aber ehrlich, wer achtet schon auf sowas? 

Doch wenn man es weiß, ist es offenkundig: 

PsychOPAthen 

und 

SoziOPAthen 

beweisen es täglich aufs Neue: 

Großväter sind lebensgefährlich! 

© drago 2014  

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Zerrissen

Als neue Gastautorin begrüße ich Perdita Klimeck auf meinem Blog. Ihr Gedicht zum Krieg hat mir so gut gefallen, dass ich es hier einstellen möchte.

 

 

 zerissen

 

nicht kind nicht mann

irgendwie dazwischen

steht er da

das gewehr im anschlag

die lippen trotzig aufgeworfen

das herz gefüllt mit hass

genährt an falscher mutterbrust

 

und doch

zittern seine hände

und seine augen suchen

nach der weißen taube

die arglos einen himmel kreuzt

während sich eine

schaukel im wind wiegt

 

sanft

 

© Perdita Klimeck

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