Archiv für Januar 2015

Falsche Eitelkeiten

Aus gegebenen Anlass … einfach einmal quer gedacht

Falsche Eitelkeiten können unbequem sein und sind immer mit dem Malus verbunden, dass sie verletzen. Verletzungen die letztlich der Verletzte beharrlich für sich beansprucht, aber dabei meist tränenblind übersieht, dass seine Verletzung eben auch andere verletzt, die, wie so oft, schlichtend sich mit Schuld beladen, um weitere Verletzungen zu vermeiden.
Der Opfer gibt es viele und zurück bleiben Verlierer.
Alles muss als Verlustrechnung gesehen werden, denn niemand kann hinterher sagen, dass ihm eine Hilfe zuteil wurde. Wettstreit würde ich es ja gerne nennen, wenn der Streit dabei eine Wette als Grundlage hätte, doch ist eher der Streit, den keine Wette von seinem Unbehagen befreit. So werden die Köpfe aneinander gerammt bis der Gegner, seine Niederlage in Kauf nehmend, sich unwohl und irritiert zurückzieht.
Wohin?
Einfach den Weg allen Seines gehen? Sich jetzt fragen, wer war der Stärkere und überhaupt, gab es ein Recht zu richten?
Sozialistisch, kommunistisch oder lessez-fair, alles ist sehr komplex und es zu leben schwer. Nicht umsonst nehmen solche Gesellschaftsformen oft eher den Charakter einer Diktatur an, weil es eben nicht des Menschen Wille zu sein scheint, in gleichen Teilen zu geben und zu nehmen.

Falsche Eitelkeiten sind es, die jede Form des Zusammenlebens irgendwann belastet. Missverständnisse, die ich mir selbst nicht absprechen darf, denn auch aus den vielen Missverständnissen, die man täglich als Unbeteiligter sehen kann, lernt man niemals soviel daraus, dass man den gleichen Fehler nicht selbst begehen wird. Irgendwann einmal erwischt es einen dann und nur, wenn man sich wirklich ehrlich gegenüber ist, kann man reflektieren, wie geringschätzig ein eigenes Ansinnen sich darstellt, wenn man es in den Kontext einer Idee stellt.

Falsche Eitelkeiten können unbequem sein und sie haben etwas Destruktives. Sie entfernen uns von einem Ziel und sie verhindern den Blick auf die Realität.
Falsche Eitelkeiten, keiner kann sich davon frei sprechen.

Ich habe sie.

© Kariologiker

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Jeckness … Kaate

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Friedaach und Samsdaach sin jesischert … Prost

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Fastelovend – dies Johr: Zijeunerhuhzick

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Diese herrlische Einladung wurde nicht nur handjeklöppelt, sondern sojar handjemolt, und datt jede einzelne extra, ja, su jet jideet noch … un och noch vun ’ner Ikebanafachfrau liebevoll zesamme jekläf, öm  mir dann persönlisch, umrahmt vun ner Kes Kölsch, überreischt ze weede.  Ja, und datt wor dann och esu. Jut, isch han en Kaat jenumme … ens lure, watt dat jid…

Die Kaate für d’r andere Ball han’sch och ad … watt will mer noch mie?

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Mario-nett

Und immer wieder kommt die Frage auf, wie kann ein Computer denken? Viele habe es versucht, indem sie Programme für den Rechner schreiben, Millionen von Rechner vernetzt haben, um eine unvorstellbare Rechenleistung zu schaffen … dabei ist es viel einfacher. Man macht den Menschen zum Roboter … das ist biologisch abbaubar und funktioniert immer, auch ohne denken.

Diese elektrische Zahnbürste, die die Mundhygiene überwacht und uns ständig auf unsere Unfähigkeit Zähne richtig zu putzen aufmerksam macht, ist nur ein Schritt, der nächste ist die iWatch, die mir fast alles sagt, was ich mache oder nicht. Auf meinem iPhone kann ich mich – so ich wollte – rund um die Uhr rundum überwachen lassen. Man schalte das Gehirn ab, um den Roboter anfahren zu lassen. Die nächste Fahrt geht rückwärts!

Herz, Lunge, Hirn – Laufen, Gehen, Schwimmen – Essen, Trinken, Kacken – Fieber, Außentemperatur, Bierkühle – Wetter, Better, Genever – ein Auto wird mich fahren können lassen, Frauen müssen nicht mehr einparken können, Hundi muss Gassi gegangen worden werden – Texte lassen sich ungetippt auf Blätter aufsprechen, Poems werden lyrisch im Nonsensnetz agglutiniert – Tempomaten werfen mit Papier um sich und das elektrisch kontrollierte Bett wirft einen morgens pünktlich unter den Kaffee.

Wozu soll ich dann noch wählen gehen, eigentlich wissen sie es schon lange. Der Einkauf kommt ohne Bestellung pünktlich und profiladaptiert ins Haus, der Backofen hievt mit der Mikrowelle um die Wette unigustiertes Essen warm geschönt auf den Fernsehtisch, das Programm läuft Sekunden vor dem Hinsetzen an. Ein Laufrad mit eingebauten Klo klebt, kalorienekontrollierend täglich für 3x1Std am Arsch, die automatische, atemlos-musik-animierte Enddarmreinigung mit eingeschlossen.

Der digitale Hype wird uns zur emotionslosen Marionette machen und wir werden bestimmt ganz viel lachen, auch wenn wir es nicht merken.

Ich kaufe mir ein Hinkebein und denke, es wäre aus Schokolade, schade…

© Kariologiker

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2014 im Rückblick – Danke Word-Press

Die WordPress.com-Statistik-Elfen haben einen Jahresbericht 2014 für dieses Blog erstellt.

Hier ist ein Auszug:

Eine Cable Car in San Francisco fasst 60 Personen. Dieses Blog wurde in 2014 etwa 3.500 mal besucht. Eine Cable Car würde etwa 58 Fahrten benötigen um alle Besucher dieses Blogs zu transportieren.

Klicke hier um den vollständigen Bericht zu sehen.

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