Archiv für die Kategorie Gedanken

Jeder Tag ist der Tag der Tage

Heute, 7. November, Umarme einen Bären

Heute Morgen habe ich ein wirklich großes Problem, ich soll einen Bären umarmen, zumindest möchte es irgendjemand. Denn wir haben heute den “Umarme-einen-Bären-Tag“. So heißt es in der Begründung, man solle mutig sein und mit einem kleinen Bären anfangen. Ich habe all meinen Mut zusammengenommen und den Gummi-Bären gewählt, aber leider habe ich keinen im Haus. Und jetzt?

Ok, morgen ist auch noch ein Tag. Ganz besonders freue ich mich auf Samstag, denn am “Das-Chaos-nimmt-kein-Ende-Tag“ werde ich bestimmt etwas tolles erleben.

Irritiert

Kariologiker

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Frau Lot und die Demo

Frau Lot, ihres Zeichen die Gattin von Dr. Dee, geht heute demonstrieren. Sie ist fest entschlossen, sagt sie und erinnert sich verträumt an die letzt Demo, an der sie vor ungefähr 40 Jahren in Bonn auf den Hofwiesen teilgenommen hat. Gut, sie ist kurz danach dann träschtisch jeworden, watt mim Demonstrieren nit mie övverander jing.

Damals, jaaaa, damals skandierte man noch in druckreifer Poesie:

”Lieber an den Füßen Blasen, als Raketenabschussbasen.”

Oder:

”Neuer Job für Ronald, Kellner bei McDonald.”

Frau Lot ist schon ganz begierig die Exsudate der dekapitierten Bildungsfront der Jugend von heute in ihr Herz zu schließen und sich ganz der neuen deutschen Welle hingeben zu können. Ja, da fühlt man sich wieder ein bisschen jung.

Trotz des Damoklesschwertes, das damals über der Welt schwebte, schien diese Welt doch noch ein Stück mehr in Ordnung zu sein, als sie es heute schlechterdings wohl ist. Man ging zu Hunderttausenden demonstrieren und jammerte nicht gequält auf zugewiesenen Freiflächen seine politische Meinung. In Olpe, ja, in Olpe, wird die Großdemo, die angedachte, natürlich auf ein Freigelände erlaubt, wo die heiligen Stätten der Stadt keinen Schaden nehmen können, also auf dem alten ZOB, denn auf dem neuen nebenan … ähm … fahren ja Busse. Keinesfalls auf dem Marktplatz, den eine Bekannte von Dr. Dee vor 20 Jahren neu ”interpretiert” hat. Da dürfen allerhöchstens die Autos – ja, auch die SUVs – Sonntags während des Kirchgangs parken, Musikgruppen jeder Art spielen und ganz viel Alkohol verköstigt werden, aber Demonstrationen, mitten in Olpe?

Zum Glück startet das fidele Entsetzen erst um 15.00 Uhr. Da passt mir ganz gut, denn nach dem Rugby-Spiel, dem ersten der WM in Japan, müssen wir schnell noch zu Mittag essen und unter dem Motto, Fish for Fridays, jiddet Fisch, watt sonst? Dann die ärztlich verordnete Mittagsruhe und trotzdem … et wircht watt knapp werden. Aber, wade‘mer ens aff un luuren watt kütt.

Mer weiß‘et jo nitt…

Kariologiker

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Katjas Baby Doll

Wie es genau dazu kam, ist mir gar nicht mehr im Kopf geblieben, aber eines Tages hatte ich Aufnahmen von Katja Kortin, die Conrad Cortin liest. Eine davon habe ich nachvertont und bei Baby Doll war es mir eine besondere Freude.

Das Bild, das ich für das Cover gewählt habe, hat Conrad gemalt.

Heute höre ich es zwar mit etwas Wehmut, aber sich mit einer gewissen Freude

Euer Kariologiker

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Red Wine Dance

Mit dieser Komposition habe ich im Studio von Bernward Koch eine Basis zusammen mit Sabia de Costa gelegt, zu der Christoph Becker ein wunderschönes Sopransaxophon hinzu fügte.

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Jour fixe

Diese Stück habe ich für Conrad Cortin geschriebenen trägt den gleichen Titel, wie ihn Conrad für seine literarischen Abende vergeben hatte.

Danke, Conrad, für diese intensive Zeit.

Kariologiker

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Conrad Cortin – der große Freigeist

Conrad Cortin, ein Poet und Lyriker der alten Schule ist Montag, den 26. August diesen Jahres verstorben.

Ich bewundere diesen Freigeist noch heute und werde ihn immer in mir tragen. In dem Lyrik-Band ”Das Spiel ist nicht aus”, das 1985 unter seinem bürgerlichen Namen Helmut Stuhlmann erschienen ist, finde ich ein Gedicht, in dem seine Lyrik sich treffend darstellt.

*

Strom des Lebens

ich sehe

den Strom des Lebens

in dem die Wesen

sich verwandeln

keines bleibt wie es ist

aus Stieren werde Pferde

Menschen wachsen Flügel

Frauen sehen mich an

mit Antilopenblick

und während sie schauen

sinken ihre Leiber

in die Fluten zurück

*

Danke, Conrad, wir hatten unsere Zeit, unsere schöne Zeit und unser Leid, unser großes Leid. Wir haben uns beide so verstanden, dass ich Deine Erlaubnis hatte Deine Gedichte zu vertonen. Du wirst in Deinen Texten weiter leben.

Dein Freund

Kariologiker

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