Archiv für Juli 2012

Bereut?

Niemand bereut, dass die „Hi-So-Seiiti“ sich wieder in Hitlers Bayreuth ein Stell-Dich-Ein gibt und grinsend, wie ein gebratenes Ferkel, schreitet voran, uns Angela Merkel.

Doch statt blauem Hemd und gehobener Faust der Deutschen Sozialistische Einheitspartei, ein heiteres  „Vorwärts immer, rückwärts nimmer!“ auf den Lippen, huldigt sie jetzt wieder dem anderen sozialistischen Idol, dem national-sozialistischen, in blauem Kleid und unsichtbarem Ehemann.

Der Opern-Sänger aus dem Land der Kommunistischen Partei des großen Lenins jedoch, der auf seiner Brust ein Hakenkreuz Tattoo trägt, das niemand sehen könnte, weil er nicht brustfrei hätte singen müssen, ist abgereist. Warum schämt man sich des Mannes, der die Wagners am Leben erhalten hat?

Und bei allem Respekt: Was hat dieses erbärmliche, geschichtlich beschämende Ereignis in den Tages-Nachrichten der Öffentlich-Rechtlichen zu tun? Mich kotzt es jedes Jahr aufs Neue an. Wann endlich bekommt ein deutscher Bundeskanzler den Mut, sich dieser albernen Pflicht zu entledigen?

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Wessen Moody meinen’s denn?

Wie wäre Moody’s anders geschrieben denn richtig?

Moodies; die Mehrzahlbildung im Englischen macht aus einem „y“ ein „ies“.

Moodys; die amerikanische Variante?

 

Der englische Genitiv ist grundsätzlich dem des deutschen gleich. Bei keinem Beispiel wird hier das „s“ für ein im Genitiv stehendem Wort durch ein Apostroph getrennt. So wird kontinuierlich Hell’s Angel falsch geschrieben oder Bandito’s. Doch bei diesen Verein’s-Namen’s möchte ich nicht insistieren; ich nehme es hier einfach so, wie es kommt. Bei einem Unternehmen aber, das schlicht Macht auf die ganze Welt ausübt, macht mir diese Schreibweise schon seit geraumer Zeit zu schaffen und unterhöhlt mehr und mehr das Vertrauen, das ich vorher schon nicht in irgendeine dieser Rating-Agenturen hatte.

Na, ja, habe ich gedacht, vielleicht habe ich zu Unrecht etwas kritisiert, denn Du kennst die alten amerikanischen Gepflogenheiten nicht und vielleicht wurde Mr. Moody’s schon als solcher geboren … oder so? Also habe ich mich wikipeditorisch informiert. Und siehe da: der Gründer des 1909 ins Leben gerufenen Unternehmen hieß John Moody. Seine Firma hat Eisenbahnanleihen bewertet. Gegen Bezahlung … natüüürlich.

Und noch heute bezahlt man Menschen dafür, dass sie wirtschaftliche Kaufkraft bewerten. Nur bezahlen heute nicht mehr die Investoren, sondern die Emittenten. Diese Emittenten wiederum stellen Wertpapiere aus und diese gehören den Banken, die Emittenten und die ausgestellten Wertpapiere. Und diese Banken bezahlen Moody’s (mit Apostroph) … und wir bezahlen die Banken mit unserem Geld und zu allerletzt ziehen wir kleine Steuerzahler die Banken mit Hilfe einer vom Volk gewählten Vermittlerin, die mal eben 800.000.000,- € locker gemacht hat, aus dem Dreck. Und dann Griechenland und dann Spanien und bald Italien.

Wer hat noch nicht,

wer will noch mal;

treten Sie näher,

treten Sie ran,

hier werden Sie genauso beschissen

wie nebenan.

Und fast wären wir selbst an der Reihe gewesen. Doch was nicht ist, kann ja noch kommen. Danke, Frau Merkel.

 

Aber toll, dass sich ein Milliarden schweres Unternehmen immer noch einen Lapsus leistet … mit einem dämlichen Apostroph.

 

 

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Astrologie im TV

oder

„Hier spricht die Tittitia, wasch kann isch für Sie tun?“

Ha, ha, ha haaa..“ lacht die Sprecherin, ihres Zeichen Astro-Raterin, aber im besonderen – Lichtbotschafterin. „He, ha, ha haaah…, und wie ofd haschd Du Disch heude ei’gewähld?“ fragt die Lichtbotschaterein … „Waaas, nur ei’mol. Ischd das suuber? Toll, wie desch heude gehd…“

Ja, und dann kommen die Botschaften in entweder einer „Anonymen Beratung“ oder einem „Gratis-Gespräch“ oder in einer „Blitz-Runde“ oder allem zusammen. Und deswegen sind die Blitz-Antworten auch immer „blitzg’scheid“.

Wie geht es das nun mit dieser Beratung am Telefon? Nun, das kommt auf die Frage an. Oder nicht? Dann kommt es auf den Fragenden an. Oder auch nicht? Auf was kommt es denn an? Auf eben nichts!

Alle antworten sind gleich, weil’s ja schnell geh’n muss. „Ohhh, suuuber“ Und wieder hat eine Fragende sich nur einmal eingewählt. Ja! Ehrlich! Ist es denn möglich? Toll, oder?

Tittitia ist von Haus aus blond – sorry, blondig, verblondet und Schwäbin. Das ist eigentlich nicht besonders erwähnenswert, doch hat diese Tittitia beängstigend große Auslagen, die zudem so gewaltig auf dem Kartentisch aufliegen, derob man realistisch betrachtet annehmen muss, dass der Tisch noch vor Ende der Sendung zusammen zu brechen droht. Doch es geht ja blitzschnell, denn alles geht blitzschnell. Besonders das Kartenmischen. Und das Kartenausteilen. Manchmal sind es nur drei und ein weiteres Mal gar sieben Karten, aus denen Tittitia blitzschnell das weitere Leben aller Fragenden erkennt. Und das blitzschnell, fast wie aus der Pistole geschossen entziffert sie nicht nur die Muster auf den Karten, sondern kaum das die Karte liegt, ist sie auch schon mit der Antwort fertig.

Auf den Karten sind ganz seltsame Zeichen und man sollte mit diesen Karten weder Skat spielen noch pokern, höchstens Mau-Mau spielen. Allerhöchstens, obwohl da ja immer Antworten drin sind, in diesen Karten. Fast für jeden Anrufer eine neue und doch nicht ganz neu. Man muss nur lange genug zuhören. Dann sind die Antworten so un-unterschiedlich, wie die meisten Menschen, die diese Astrologie-Frau Tittitia anrufen und bettelnd nachfragen, wie es in Zukunft werden wird, ihr Leben und das ganze Drum-Herum. Aber alle dürfen in der Blitzrunde nur eine Frage stellen. Es muss ja schnell gehen, blitzschnell, weil es ja eine Blitzrunde ist.

Folgende Fragen sind der Renner:

  • Wie geht es finanziell weiter? Abwechslungsreiche Standard-Antwort: Es gibt Einbußen und bald geht es besser. Egal was, egal wann und egal wie viel, weil das ist in einer Blitzantwort nicht reinpasst.
  • Wie geht es mit meine Beziehung weiter? Abwechslungsreiche Standard-Antwort: Esch wird bald eine Einsischd geben. Dein Lebenschpardner wird Disch widderendegge und Du wirschd sääh’n, dasch es ihm mit Dir ernschd ischd.
  • Ich suche Arbeit, wann werde ich Erfolg haben? Abwechslungsreiche Standard-Antwort: Dä Abeidsmagd ischd gansch doll, ne, das weischd Du ja, aber es ischd nicht direkt was … in vier bisch sechs Woche edwa findesch Du bestimmt Deinen Draumjob. Gaaanz bestimmt.

Das wird neben den nebenbei gratis versendeten Lichtbotschaften im flotten ¾ Takt versprochen und hat bei fast jeder Zusage einen solchen Garantiecharakter, dass man gewillt ist selbst einmal anzurufen. Schließlich braucht jeder einmal einen Tag, an dem man etwas „Nettes“ gesagt bekommt. Dafür zahlt man in der Regel den höchsten Telefontarif. Doch wer zahlt nicht schon für weniger mehr?

Wer kennt es nicht? Wer das „Vierte“ empfängt wird zur Frage gedrängt.

© Kariologiker

EDIT

Folgende Variationen werden gerne auf diesem Sender „Das Vierte 4.“ angeboten:

  • Botschaften vom e i g e n e n Engel. (Mit Namensnennung!)
  • Bitten an das Universum. (Alle Wünsche werden garantiert übermittelt!)
  • Tarot-Karten-Lesen. (Quasi die Grundübung, aber da steht auch alles drin.)
  • Marienbefragung. (Der heiße Draht zu Maria)
  • Die Wahrsagen aus dem Zigarettenrauch. (incl. Rauchersteuer!)
  • Schutzzeichen und Schutzstein und Aurafarbe in der Wunschrunde XXL.
  • Hellsehen.
  • u.v.m.

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Morning site – Musikmix

 

 

Einige nennen es Komponieren. Ich nenne es frickeln. Aber, zugegeben, auch das muss man können. Ich habe einige Zeit dafür gebraucht. Jetzt kann man es sich m.E. schon anhören. Etwas Jazziges.

Und wieder geht es über Soundcloud, dessen Link im blau unterlegten Word steckt. Drauf Klicken und Abnicken.

Danke.

Kariologiker

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Rebossa – Neue Gitarrenmusik

Heute möchte ich auf mein neues Werk auf der Gitarre aufmerksam machen.

Zu finden in meiner Musiksammlung. Einfach auf „Rebossa“ klicken und man kommt ohne Umstände auf die Seite Soundcloud, auf der man meine Musik anhören kann.

Es lohnt sich bestimmt, mal rein zu hören.

 

Danke

 

Kariologiker

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Good old Time II

Köln, personifiziert

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Good old time

Da war ich noch knackig

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