Die Kloverbesserin

So betitelt die Reporterin, die die Putzfrau an der Gesamtschule in Köln-Holweide besucht und interviewt hat, die Klofrau, die es da wohl tatsächlich gibt und die, wie die Bilder zeigen, den Schülern fast noch den Hintern abwischt.
Gab es zu meiner Schulzeit noch den strengen Verweis vom Klassenlehrer (ich hatte einen Klassenlehrer! …gibt es das heute eigentlich noch?) die Schultoiletten so zu verlassen, wie die eigene häusliche, und zuhause wurde jeder angehalten, seinen „Scheiß“ gefälligst richtig wegzumachen, darf man sich wohl als Schüler benehmen, als hätte man keine gute Kinderstube genießen können. Vielleicht ist das heute so, dass man nicht nur vor oder neben der Keramik sein „Geschäft“ ablegt, sondern noch nicht einmal in der Lage dazu ist den Abzug zu betätigen, wenn man die Keramik zufällig mittig getroffen hat. Denn, es gibt ja die „alles-wegwischende-desinfizierende Klofrau“, die für eine Minientgeld von 10 Cent pro Schüler einem hinterherwirscht und alles sauber macht.
Die Klofrau selbst hat ihren Arbeitsbereich mit Poster geschmückt, lässt Musik laufen (hoffentlich Helene Fischer) und es gibt sogar einen Kondomautomat.

Dagegen war meine Schulzeit eher als erbärmlich zu bezeichnen. Kondomautomaten gab es nur in ganz bestimmten Kneipen und da durften wir eben nicht rein. Wenn die Toiletten so verdreckt waren, dass selbst die Putzfrauen sich geweigert haben sie zu reinigen, wurde eine Pause geopfert und wir haben Klodienst geschoben und jede Schüssel picobello sauber machen müssen, inklusive des Bodens.
Heute wird der Jugend, die ja keine Zeit mehr hat, nicht einmal für Hygiene, weil sie ja für größere Ziele Freitags kämpfen gehen muss, nicht nur alles „hinten rein geschoben“, sondern auch noch hinter ihnen her gewischt. Und das ist also jetzt der Fortschritt, den die Kampfjugend bemängelt? Ja, dann verstehe ich sie endlich.
Herr im Himmel…!

Meint fassungslos

Euer

Kariologiker

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Postnarkotisch

Ganz plötzlich kam ich aus einem Traum in eine mir noch unbekannte Realität. Die Narkose ließ nach und ich registrierte geschäftiges Treiben und das übliche Treiben von Krankenschwestern, die in einem normal lauten Tonfall sich über Belanglosigkeiten unterhielten, dessen Inhalt für mich nicht einmal im Geringsten in irgendeinem Zusammenhang gestanden hat und fast wie eine Fremdsprache klang, obwohl ich einzelne Worte wiedererkennen konnte, aber sofort in einen Brüllton verfallen, wenn sie mit Patienten, also ihren Schutzbefohlenen reden. Schnell wurde mir aber klar, dass ich im Aufwachraum lag und ich für die Krankenschwestern wohl noch im Rausch der Narkose lag.

Da ich mir selbst unsicher war, ob ich jetzt noch narkotisiert bin und nur träume oder ob ich geträumt habe und noch in der Narkose träume, dachte ich kurz nach und begann laut zu zitieren.

Reise nach Amerika

In Hamburg lebten zwei Ameisen,

die wollten nach Australien reisen.

Doch bei Altona auf der Chaussee

taten ihnen die Beine weh.

Da verzichteten sie weise

auf den letzten Teil der Reise.

So will man oft und kann doch nicht

Und leistet dann recht gern Verzicht.

(Hans-Joachim Ringelnatz)

Die Krankenschwestern wurden sofort auf mich aufmerksam. „Herr Kariologiker, sind sie schon wach?“, brüllte die eine mich an. Welch eine dumme Frage. Na, ja. „Was haben Sie gerade gesagt?“, brüllte sie weiter. Ich erwiderte in normaler Lautstärke, dass es ein Gedicht sei. „Das kenne ich ja gar nicht.“, brüllte sie weiter. Als ob die überhaupt ein Gedicht kennt…? Ja, sagte ich, es ist ein Gedicht von Ringelnatz – „Von wem?“, brüllte sie mir die typische Frage entgegen – und ich wollte nur überprüfen, ob mein Gehirn wieder richtig funktioniert, sagte ich normallaut. Ringelnatz ist ein Seefahrer und Lyriker … gewesen. „Sie machen wohl Witze.“, brüllte sie weiter. Nein, aber wenn Sie es lustig finden weiß ich, dass mein Kopf noch dran ist.

Erlebt von vier Wochen

von

Kariologiker

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Singen, Dichten oder Musizieren?

Betrachtet man Kunst in seinen einzelnen Disziplinen, so hat jede für sich genommen ihre Daseinsberechtigung und bekommt fast immer einen besonders Rahmen dafür gestellt oder angeboten. Kunst wird ausgestellt oder performen und ist so für jeden erreichbar und vielleicht gefällt ein Werk, ein Bild, eine Komposition oder eine Skulptur dem einen besser als dem anderen, doch dass man sie separiert ist schon eine Prämierung für ein Werk, denn damit wird nicht nur dem Künstler, als der Kunst insbesondere eine Ehre erteilt, sondern sie kann viel bewusster wahrgenommen werden.

Für besondere Lyrik werden Lesungen abgehalten, für ein Chorwerk findet man immer einen Konzertsaal mit einem besondere Rahmen und für Sinfonien gibt es in den meisten großen Städten feste Philharmonie-Häuser. In Berlin und Köln gibt es neben den Philharmonien sogar eigene Opernhäuser. 

Meisterwerke werden in Galerien ausgestellt und vielerorts gibt es Skulpturengärten. Und das gefällt mir nicht nur sehr gut, sondern es fasziniert mich immer, eine solche Stätte zu betreten und berauscht mich meist, in ihnen zu verweilen, mich von den vielen Ideen der Künstler inspirieren zu lassen und immer wieder einen neuen Blick zu bekommen.

Nun werde ich oft gefragt, ob ich den Gesang eines kommerziellen Liedes gut finde. Ich weigere mich beharrlich mir kommerzielle Musik auch nur anzuhören, geschweige denn sie zu werten. Gewiss gibt es auch in der kommerziellen Musik Stücke, die mich ansprechen, aber das sind wenige, sehr wenige und wenn, dann sind es fast schon Klassiker, wie die Beatles oder Interpreten, die mit der barocken Klassik direkt gearbeitet haben, wie Procol Harum oder Exeption oder Stilmittel und Harmonieprinzipien des Barocks genutzt haben.

Selbst viele Sänger im Jazz sind mir schon zu überbordend expressiv. Sie singen selten mit der Band, also sie fügen sich selten in ein Musikstück ein oder sind als Instrument zu betrachten.

Um zu verdeutlichen, was ich meine gibt es zwei Beispiele, die den Gesang als Instrument konzipiert haben und die begleitenden Instrumente sich in einem harmonischen Verhältnis ergänzen. Das eine ist eine Bachkantate, die ein Kontertenor in der Matthäus-Passion singt und das andere ist eine georgische Jazzformation unter David Malazonia, der den Sängern nicht einmal Worte gegeben hat (und nein, es ist kein Skat-Gesang) und trotzdem lebt das Stück durch den Gesang als hämische Vervollständigung, ohne die das Stück nicht klingen würde.

An zwei Beispielen möchte ich meine Sicht erklären:

  • Johann Sebastian Bach ist es das Stück “Erbarme Dich”, eine Symbiose aus Streichern, Klagelied, Kompositionsgenialität und die daraus tiefe religiöse Wiedergabe einer Geschichte und eines Zustandes, den man kaum in seiner Gänze wiedergeben kann, aber in der jeder einen Teil dessen erlebt, was Bach gemeint hat, als er diese “Qual” in Töne fasste.
  • Bei David Malazonia ist es das Stück “Eulenspiegel”. Neben einer gekonnten Mischung aus Triolen, Sechstolen und anderen Insert im 6/8 Takt hat er neben selten zu hörenden neue nKlangmustern drei Sänger eingesetzt, die kein einziges klares Wort singen, aber auch keinen Kauderwelsch, sondern eine nonverbale Sprache rein aus Vokalen in tonaler Intention nutzen, um perfekte Akkorde zu singen. Das ist ganz große Kunst, sowohl von einem der größten Musiker, als auch von einem sehr feinsinnigen und intelligent komponierenden Georgier.

Beide Stücke kann man unter dem Titel auf YouTube hören, das Bachstück aus der Matthäus-Passion “Erbarme Dich” singt in meiner Wahrnehmung am besten der Kontertenor Damian Gullion, unter der Leitung von Philippe Herreweghe.

Eigentlich muss ich jetzt gar nicht mehr begründen und mich weiter erklären, warum ich nicht mehr singe und warum ich keine Kompositionen mit Gesang schreiben möchte, denn letztendlich  stellen sich mir mit diesem Hintergrund folgende Fragen:

  • Wenn die Lyrik sehr gut ist, warum soll ich oder irgendjemand dazwischen spielen? Das stört doch nur.
  • Wenn die Musik ganz in sich so gut ist, dass sie ganz für sich eine Geschichte erzählt, warum soll mir denn jemand dazwischen singen? 
  • Wenn der Gesang technisch so gut ist, warum muss man dann einen Text singen, den keiner versteht und das nicht nur wegen des Gesangs, sondern auch wegen der Aussage des Textes? Vielleicht hebt das eine die Schönheit des anderen auf?

Ich habe für mich eine Entscheidung getroffen. Ich komponiere Gitarrenmusik. Neben dem Klavier ist die Gitarre das vielschichtigste Instrument. Jeder Akkord, den man auf diesem Instrument durch Strumming (so nennt man heute das Anschlagen aller sechs Saiten auf einmal) dahin schummelt, kommt für mich fast eine Beleidigung nahe und manchmal tut es mir dann besonders in den Ohren und noch viel mehr in der Seele weh, wenn der Hobby-Gitarrist es nicht einmal schafft sein Instrument sauber zu stimmen. 

Hört das alles wirklich keiner mehr?

Fragt sich kopfschüttelnd 

Euer

Kariologiker

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Etüde in A-Moll

© R. Hanebeck

Am 5. September diesen Jahres bin ich mit der Bearbeitung für diese Etüde, die ich seit mehreren Jahren in meinem Kompositionsfundus habe, fertig geworden und habe sie dann zugleich eingespielt. Zugegeben, die Videotechnik ist nicht mein Freund, aber daran arbeite ich bereits und denke, man hört, was ich meine.

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Koprolalie und Kopropraxie sind Alltag

Bevor sich nun alle fragen, was mit Koprolalie wohl gemeint sein kann, zitiere ich Wikipedia, in dem mit der Definition aus dem Psychrembel (medizinisches Lexikon) eine gute Erklärung zu finden ist.

„Symptom in der Medizin

Der Pschyrembel engt gegenüber Peters (Uwe Hendrik Peters, Wörterbuch der Psychatrie und medizinische Psychologie) ein auf „zwanghaftes Wiederholen von vulgären Ausdrücken aus der Fäkalsprache“. Im Roche-Lexikon der Medizin hingegen: „Koprolalie: ‚Kotsprache‘; Neigung zu Redensarten aus dem Bereich der Verdauungsvorgänge“.

Koprolalie ist als neurologisch-psychiatrisches Symptom bekannt. Eine besondere, geradezu kennzeichnende Bedeutung hat die Koprolalie beim Tourette-Syndrom, wo sie bei etwa 30 % der Betroffenen als komplexe, vokale Ticstörung erscheint, die sich darin äußert, dass der Betroffene plötzlich – ohne erkennbaren Grund oder Zweck sowie willkürlich unbeeinflussbar – unangebrachte oder obszöne Wörter, teilweise mehrmals hintereinander, von sich gibt. Vom Tourette-Syndrom Betroffene erleben dies als impulsiven Zwang, gegen den sie sich kaum bis gar nicht wehren können.“

Der Duden und auch der Brockhaus reden von einer krankhaften Neigung unanständigeren obszöner Worte, meist aus dem analen Bereich. Dem stimme ich meinem Kenntnisstand nach zu.

“Bei der Kopropraxie spricht man auch von einem neurologisch-psychiatrisches Symtom im Zusammenhang mit dem Tourette-Syndrom, bei dem unwillkürlich obszöne Gesten gezeigt werden (z.B. Herausstrecken der Zunge,  Masturbationsbewegungen oder das Zeigen des Mittelfingers), was oft sehr belastend für die Umgebung der Patienten ist“ [Zitat Wikipedia]

So weit, so gut. Doch dann folgt der verblüffende Teil dieser Definition bei Wikipedia, der mich stutzig macht:

„Stilmittel in der Literatur

Koprolalie taucht auch als – meist bewusst eingesetztes – Stilmittel in der Literatur auf.“ [Zitat Wikipedia]

Und hier streike ich.

Langsam ist bei mir ein Punkt erreicht, wo ich dieses “neue” Verhalten als zu auffällig empfinde, als dass ich es stillschweigend hinnehmen möchte. Es ängstigt mich sogar mehr und mehr.

Wir sind es mittlerweile gewohnt, dass uns die meist jüngere Bevölkerung mit anglo-germanischen Fäkalausdrücken bedenkt, gezielt in Anfeindungen verwendet und/oder eine Gestik benutzt, die nicht nur obszön ist, sondern schon weitaus mehr ist, als nur eine “Tic-Störung”. Sie wird ein Teil einer Sprache, die weniger der Literatur oder der Medizin als Symptom dient, als mehr einer vielerorts tolerierten Alltagsgewalt und das in sprachlicher, als auch in körperlicher Form. 

Ohne alle diese speziellen Ausdrücke aufzuzählen zu müssen wird jeder sofort wissen, was ich meine, weil es entweder schon im eigeneren Sprachgebrauch etabliert ist, und hier meist in sehr ungezielter, eher sprachreduzierter Anwendung, oder wir stillschweigend uns in einer Form ansprechen lassen, die meist unterschwellig aggressiv die Worte gebraucht ohne das der Benutzer je die Diagnose “Tourette-Syndrom“ gestellt bekommen hat. Selbst Kinder im Kindergarten sind schon sprachlich derart konditioniert, dass sie locker mit einem an Tourette erkrankten mithalten können. 

Diese Sprache kommt leider nicht von ungefähr. Wir neigen immer mehr dazu einen “Erfolg”, egal, ob in der Freizeit oder, und da besonders, im professionellen Sport, nicht mit sichtbarerer Freude zu begleiten, also einem beglückenden Lachen oder Jubeln, sondern mit aggressiven Gesten. So ist für mich die “Becker-Faust” kein Zeichen der Freude, sondern der Überlegenheit und das erlebe ich in einem sportlichen Moment als hoch aggressiv und kommt der “Fisting-Geste” oder einer zu jedem Zeitpunkt unerlaubten Penetration näher, als dass es auch nur im Ansatz eine innere Freude andeutet. 

– So ganz nebenbei glaube ich nicht, das ein Tierarzt, nachdem er bei z.B.  einer Kuh erfolgreich eine Untersuchung über den Enddarm abgeschlossen hat, diese mit einer “Becker-Faust” quittiert. – 

Der “Stinkie-Finger” ist auch ein Penetrationssymbol und ebenso unterschwellig wie vordergründig aggressiv. Die “Teufelsgeste” wird nicht mit einem sanften Lächeln auf Selfies geschmückt, sondern paart sich immer mit einem meist satanischem Grinsen oder Grimassen schneiden. 

Woher mag es kommen?

Ich sehe immer mehr ein großes Potential für Aggressionen im Sport und in der Rockmusik. Beides ist extrem laut, bei beidem kann man mal “So richtig die Sau rauslassen.” – ein Ansinnen, das mir so vorkommt, als ob sich alle ständig in sich selbst gefesselt fühlen und sie ihrem Leben selten keinen anderen Inhalt geben können, außer Sport und Rockmusik zu konsumieren. Und selbstverständlich und am besten beides in einem. So werden fast alle großen Sport Events immer von Rockmusik begleitet. Es erscheint mir mittlerweile fast sogar so, dass es ohne Rockmusik keinen Sport mehr geben kann.

Und was besonders auffällt: Nur im Fußball gibt es die Hooligans. Dort ist das Motto nicht Sportlichkeit, sondern die Anhänger anderer Clubs körperlich anzugehen und das organisiert und das immer, also bei jedem Spiel. Das färbt ab. Was da teils in den Fußballstadien zur Hauptattraktion wird, sind nicht die Spielzüge und Tore, sondern welcher Fanclub die meisten Feuerwerkskörper (Bengalos) zündet.

Selbst in der Rockszene gibt es das Headbanging und speziell in der Punk-Szene das “Rempeln” als Tanz. Abgesehen davon ist es hochaggressiv, wenn  sogenannte Musiker auf offener Bühne ihre Instrumente zertrümmern, als Ausdruck für emotionale Inhalte. Hinzu kommt die Lautstärke. Hat sich die Dauer-Lautbeschallung als Folter schon seit langen für eine sehr erfolgreiche Methode etabliert, stellt sich mir die Frage, warum es unter 120 Dezibel kein Rockkonzert gibt? Selbst Pflanzen gedeihen unter Krach schlechter, aber bei harmonischer Klassik besser.

Der “stehende Ton” ist mir ebenso ein Rätsel. Kommt zufällig mal eine versehentliche Rückkopplung zustande, wenn ein Mikrofon aufprobiert wird, schrecken alle zusammen und die meisten halten sich die Ohren zu. Wird auf einer Rockbühne diese Rückkopplung provoziert und bis in extenso stehen gelassen, gröhlen die Fans vor Begeisterung. Wie will man das verstehen? Etwas Falsches wird zur Musik erklärt, was eigentlich gar keine Musik enthält, nur weil es Absicht ist?

Und das alles sei doch ganz normal, bekommt man auf Nachfragen gesagt und der Beisatz: “Was Du immer denkst?”, irritiert mich meist mehr, als dass  es mich beruhigt. Natürlich sind diese Menschen aus meinem Umkreis alle meist sehr liebenswerte und intelligente Menschen, doch dass sie selbst nicht mehr merken, wie viel  Aggressivität in ihren Worten und Gesten transportiert wird, stimmt mich traurig.

Unsere Gesellschaft kennt zwar die Ellenbogen-Taktik immer noch, vielleicht mehr denn je, aber sie verliert eine wichtige Eigenschaft, die Zurückhaltung und die echte Freude.

Wir leben mit einer immer mehr in Vergessenheit geratenen Höflichkeit und gegenseitigem Respekt, sowohl für Personen, wie auch für Besitztum. So verstehe ich das Zeigen des Mittelfingers gar nicht. Es ist für mich inhaltslos, auch, wenn ich sehr wohl weiß, was der Finger mir zeigen soll. Das ist aber weder literarisch noch künstlerisch, es ist einfach nur eine Aggression, die gezielt gegen einen Mitmenschen gerichtet ist und immer als eine aggressive Provokation angesehen werden muss. Den literarischen Aspekt habe ich noch nicht kennengelernt, außer in Filmen und selbst dort wird es eher so dezent wie nur möglich verwendet, denn sonst wirkt es ja nicht. 

Insofern ist der Tourette Patient fast ein normaler Mensch oder alle Menschen haben inzwischen das Tourette-Syndrom. Ich kann es kaum noch auseinanderhalten.

Meint etwas nachdenklich

Euer

Kariologiker

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Wenn ein Tag zur Erinnerung wird

Die Grundmelodie habe ich an einem schönen, sonnigen Tag geschrieben, als der Abend sich über den Tag gelegt hatte und ich mich nicht zurückgelehnt habe, sondern dieses Gefühl in Töne gepackt habe. Nach wenigen Stunden der Bearbeitung hatte das Stück seinen Rahmen.

Vielleicht hört man ihn noch, den Tag, der zur Erinnerung wurde.

Euer

Kariologiker

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Ich denk an dich

So heißt mein erstes Stück, das ich auf YouTube habe hochladen können und das ich jetzt hier herunterladen werden.

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Schreiben ist auch komponieren II

Der Schreibende benutzt ein Werkzeug, wie der Handwerker ebenso. Sind es beim Handwerker eher Geräte, wie sie jeder in einem Baumarkt kaufen kann, ist es beim Schreibenden die Sprache, also eine reine Kopfsache. Doch auch dafür braucht man „Werkzeuge“ an der Hand, also im Kopf, die für einen Text wichtig sind, damit eben jeder, der seine Texte liest, diese nicht nur verstehen kann, sondern auch dem Handlungsstrang folgen kann.

Beim Musiker ist es nicht anders. Wir brauchen die ganze Bandbreite an Noten, Harmonielehre und natürlich, und das im besten Fall, die Artistik auf einem Instrument, um unsere Ideen allen kundzutun. Und genau das mache ich jetzt mehr, als das Schreiben, auch wenn man aktuell noch keinen Ton hört.

Die Crux ist nicht das Analoge, sondern das Technische des Internets. Will man ein Gitarrenstück, also eine Komposition für Gitarre auf WordPress präsentieren, braucht man dafür einen YouTube Kanal. Den habe ich gerade eingerichtet – noch rudimentär und in der Erprobungsphase – und wenn es so funktioniert, wie ich in meinem reduzierten technischen Verstand es wahrgenommen habe, sollten bald hier Videos meiner neuesten Werken zu sehen und besonders zu hören bekommen.

Und so verbleibe ich selbst gespannt auf das was passiert

Euer

Kariologiker

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Schreiben ist auch komponieren

Eigentlich möchte ich auf diesen „Block“ Videos einstellen. Aber wenn ich nur wüsste wie das geht?

Eins weiß ich jetzt genau … ich bin zu blöd fürs Internet.

Kariologiker

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Entschwundene Realität

Ich stelle mir gerade vor, dass ich der Realität entschwunden wär, ich Thor.

Dabei gaukelt sie mir nur vor,

dass ich sie nicht bräuchte.

Zu spät, sie springt mich immer an, dieser Geist, und ich weiß, dass er nie verreist.

Egal, was ich mache oder tu

Sie lässt mich nie in Ruh.

Kariologiker

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