Q 10

Gut, so steht es auf jeder Creme die mehr kostet als die Pampe, die direkt daneben steht. Aber warum?

Ich würde gerne wissen, was daran so toll ist. Ok, Ubichinon-10 (auch UQ von engl. Ubiquinon, oder Q-10 oder Coenzym Q10) ist ein Chinon-Derivat mit lipophiler Isoprenoid-Seitenkette, strukturell verwandt mit Vitamin K und Vitamin E. Die reduzierte, phenolische Form wird Ubihydrochinon oder Ubichinol (kurz QH2) genannt. Ubichinon-10 gehört zu den Ubichinonen.

So weit alles klar? Nicht? Ok, ich verstehe auch noch nichts. Also weiter.

Q-10 ist ein Elektronen- und Protonen-Überträger zwischen dem Komplex I bzw. Komplex II und dem Komplex III der Atmungskette.

Eines wissen wir ganz genau.

Q-10 wird als Bestandteil von kosmetischen Cremes sowie auch als Nahrungsergänzungsmittel zum Verkauf angeboten. 

Und was macht das mit mir, wenn ich es nehme? 

Q-10 ist ein gelb-oranges, kristallines Pulver ohne Geruch und Geschmack. Die hydrophobe Isoprenoid-Seitenkette ermöglicht die Verankerung des Moleküls im ebenfalls hydrophoben Bereich der Biomembranen, die die Mitochondrien aufbauen.

Ah ha. Es ist mir eigentlich egal, wie es aussieht, aber dass es in meinen Mitochondrien etwas macht, da will ich mehr wissen.

Q-10 ist eine körpereigene Substanz. Ja, das erstaunt jetzt aber, oder?

Es wird zum Teil über die Nahrung aufgenommen, aber auch im Körper selbst produziert. In jeder menschlichen Zelle wird die Energie aus der Nahrung in körpereigene Energie (ATP) umgewandelt. Q-10 ist als Coenzym an der oxidativen Phosphorylierung beteiligt, über die 95 % der gesamten Körperenergie (ATP) erzeugt wird. Die Organe mit dem höchsten Energiebedarf – wie Herz, Lunge und Leber – weisen deshalb auch die höchste Q-10-Konzentration auf.

So, jetzt sind wir einen Schritt weiter. Ich mache mir mein Q-10 also selbst und es baut auf. Das ist richtig wichtig. Und das funktioniert so:

Die Atmungskette in den Mitochondrien der Zelle ermöglicht den stufenweisen Transfer von Elektronen und Protonen auf Sauerstoff bei gleichzeitiger Gewinnung von ATP als biochemisches Energieäquivalent. Diese Reaktionsfolge, die gelegentlich als „kontrollierte Knallgasreaktion“ bezeichnet wird, findet an lokalisierten Membranproteinen, den Komplexen I bis V, und mobilen Komponenten, Ubichinon und Cytochrom c, statt. Letztere dienen als Shuttlesysteme zwischen den Komplexen: Ubichinon vermittelt zwischen den Komplexen I/II und III, Cytochrom c zwischen den Komplexen III und IV.

Die Elektronen zur Reduktion des Ubichinons entstammen der Oxidation des NADH am Komplex I der Atmungskette, der NADH-Dehydrogenase, bzw. von der Oxidation von Succinat am Komplex II, welcher mit der Succinat-Dehydrogenase des Citratzyklus identisch ist. Ein Ubichinon-Molekül kann dabei schrittweise zwei Elektronen aufnehmen. Im ersten Schritt bildet sich QH•, ein recht stabiles Semichinon-Radikal. Die Aufnahme des zweiten Elektrons lässt nach der Protonierung das Hydrochinon Ubichinol entstehen, also die reduzierte Form. Dies ermöglicht neben dem Elektronentransport auch die Bindung zweier Protonen – Ubichinon kann somit auch als Protonencarrier dienen. Diese Vorgänge sind innerhalb der Atmungskette im Q-Zyklus am Komplex III von Bedeutung.

Ubichinon ist auch involviert bei der Bildung von reaktiven Sauerstoffspezies (ROS) durch die Entstehung von Superoxid durch Ubisemichinon-Radikale, die oxidative Beschädigungen verursachen, die vielen degenerativen Krankheiten zugrunde liegt. Paradoxerweise ist der Ubichinon-Pool auch ein wichtiges mitochondriales Antioxidans.

So weit, so gut. Mir ist aufgefallen, dass bis jetzt nicht eine Wirkung auf der Haut zitiert wird, sondern alles nur vom Körperinneren. Sollte jemand, außer Experten in Biochemie etc, verstanden haben, wozu wir das Coenzym Ubichinon, also Q-10 wirklich brauchen, dann doch nur, um eine Energiegewinnung zu realisieren, also es hilft ATP herzustellen und ATP (Adenosintriphosphat) ist ein Produkt, das durch Aufnahme von Zucker mit Hilfe des Q-10 in unserem Körper den Muskel- Kraftstoff ATP herstellt. ATP ist für unsere Muskeln so wichtig wie Kraftstoff für einen Motor in einem Fahr- oder Flugzeug.

Dieser besondere chemische Zusatz wird nun nicht nur in Cremes untergemischt, sondern suggeriert allen Frauen, und bestimmt auch vielen Männern, die ihren Frauen eine tolle Creme kaufen wollen, dass die Creme etwas besonderes ist und lassen dann auch gerne mal ne Mark dafür mehr springen.

Unsere Haut dichtet den Körper aber so ab, dass da fast nichts von außen nach innen durchdringen kann. Und diese Q-10 wirkt nur in den Mitochondrien. Die sitzen aber in den Zellen unter der Hornhaut, der äußersten Schicht unserer Haut.

Prinzipiell kommt somit die Frage auf, was Cremes überhaupt anrichten? Aber so weit will ich nun dann doch nicht gehen. Fett ist gut und Wasser. Der Rest ist überflüssig.

Aber trotzdem sind die Menschen überzeugt, dass diese Creme wirkt. So, so. Wenn die Kosmetikindustrie es schon schafft uns an der Nase herumzuführen, warum glaubt man dann, dass es die Politik nicht tut?

In diesem Sinne

Euer Kariologiker

PS Quelle: Wikipedie

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Noch so ein Tag

 

Mist. Just macht die Bäckerei zu, die Sonntags nur bis halb elf geöffnet hat, da lese ich, dass heute der ”Tag der Krapfen” ist.

So überlege ich gerade, warum wir Advent feiern und warum ich das nicht mache, sinniere ebenso darüber, dass heute auch der ”Internationale Tag zur Abschaffung der Sklaverei” ist, der so gar nichts mit den Krapfen gemein hat, trinke noch einen weiteren Kaffee, denn der passte dann schon eher zum Krapfen, bin ganz zufrieden damit, dass es keine Sklaverei mehr gibt – obwohl ich nicht im Geringsten nachfühlen  kann, was Sklaverei für die Menschen bedeutet, auch wenn ich weiß, dass es für mich vollkommen außer Frage steht, dass Sklaverei schlecht ist – und komme voreilig zu dem Schluss, dass alles derart gezielt durcheinander ist, dass ich heute doch noch einmal den gestrigen ”Iss-einen-roten-Apfel-Tag“ feiern würde und so nur an Schneewittchen denken muss.

Die Welt dreht sich immer schneller und die Ereignisse prasseln wie Blitze auf einen nieder und sind ebenso schnell wieder weggewischt von einem neuen Blitz. Dazu etwas gefällige nichtssagende Musik und das Einerlei verliert jeden Tag mehr an Bedeutung. Wir müssen alles mitmachen und machen doch nichts richtig. 

Jeder Tag wird zum der Tag der Tage.

 

 

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Karambolage

 

Auf‘s Croissant gefaltete Marmelade

kitzelt an Harmonien meines Gaumensegel.

Palisaden aus Sonnenstrahlen 

Fallen mir ins Gemüt.

 

Wie ein Stehgeiger genieße ich

die Wolken der Sinnesexplosion

und tauche tief in das Morgen

eines wollüstigen Sonnentages.

 

© Kariologiker 8/18

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Jetzt sind die BLOGFREUNDE weg

 

In dieser Auflistung >Blockfreunde> am rechten Seitenrand waren alle Freunde mit ihren Seiten oder Foren enthalten, mit denen ich im engen Kontakt stand oder stehe und über die man schnell von meinem Blog zu einem meiner Freunde durch einen kleinen Klick hinüberzappen konnte.

Als Angelface mich bat ihren Blog zu ändern, schwante mit schon das Grauen, das sich hinter den teilweise unverständlichen Begriffen verbirgt und hoffte inständig, dass es mir gelänge ohne großen Aufwand ihrem Wunsch nachzukommen. Pech. Ich habe es versucht, das Ergebnis ist verheerend. Nun ist die ganze Rubrik weg und ich weiß mir keinen Rat, wie ich das wieder gerade gebogen bekomme.

Vorweg hier ein tiefer Kotau. Sollte es mir gelingen diese Liste wieder zu aktivieren, wäre alles wieder im Lot. aber erst einmal ist sie weg. Entschuldigung.

Tief betrübt

Kariologiker

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Nur ein Tag

An einem Tag ohne Regen ertrage ich den Sonnenschein.

Er platzt in meine Lieder, die ohne den letzten Ton verklingen,

lässt die Farbe trocknen, noch während das Bild entsteht,

formt sich in dem Ton, bevor die Skulptur zu sprechen lernt 

und wärmt viel zu schnell die Tristesse des Wohlseins.

 

An einem Tag, an dem der Regen die Sonne verdeckt

lasse ich mich in das Rauschen fallen und singe mit,

dann komponieren meine Hände im Ton das Gesicht,

das sich mit Musik der Haut nähert und den Bauch streichelt,

bis die Trunkenheit mich müde in Kissen der Träume sinken lässt.

 

An einem Tag ohne Regen lebe ich nur den Sonnenschein.

Er zerrt an meinen Liedern, die mich ohne Ton verschlingen,

die Kreide bleibt trocken, noch während ein Bild blendet,

formt sich immer noch ein Ton, bevor die Skulptur zu singen lernt 

und wärmt dennoch die Tristesse des Wohlseins.

 

An jedem Tag suche ich den Regen und weiß, 

dass ich ohne Sonne nicht sein will.

 

© Kariologiker 5.5.2018

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Redwine Dance

Mit großer Freude habe ich im Tonstudio von Bernward Koch mit meinem Freund Sabia da Costa zusammen diese Komposition von mir aufgenommen. Als ich Christoph Becker eine Kopie davon zuschickte kam eine Antwort der besonderen Art zurück, die Freude darüber kann ich kaum beschreiben. Aber, hört selbst.

Redwine Dance, Gitarre – ich selbst, Sabia da Costa – Perc, Christoph Becker – Sax, Aufnahme – Bernward Koch.

 

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Die Gitarre

Heute darf ich mit Freude einen Gastbeitrag von Jupp Rengaw einstellen, der mit seiner Meisterhand die Worte eines Lyriker nutzt und mich damit wohl fein heraus putzt.

Die Gitarre

(Kario gewidmet)

Betörend angezupft von Meisterhand

ertönt Dein Lied weit in das Land.

Gleich einer sehenswert gefüllten Bluse

Spiel der göttlichen Muse.

Zur Seele gehendes Saitenspiel

erklingt in des Meisters Vestibül.

Mit Weihrauch und Gin Tonic gefeiert sei

Deine überirdische Melodei.

(Parodie nach E. Mörike, Äolsharfe)

Gruß

Jupp

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