Archiv für April 2014

Das mit den Genen

Die einen sagen ja, dass das mit den Genen einfach genial ist. Da ist auch watt dran, nämlich alles sieht jenauso aus, schmeckt fast genauso, hält eeeewisch lange … bei mir hat es ein Apfel glatt ein halbes geschafft, eine Tomate noch länger … nur Bananen halten sich nicht und ob datt nur die Haltbarkeitschemie bewirkt? Also, isch weiß et nitt.

Konservierungsstoffe hin oder her, auch das ist eigentlich schon ein Eingriff in die Natur.

Jetzt hat man doch tatsächlich das berühmte Jever gentechnisch zu Genever gemacht … schmeckt etwas anders und wirkt einfach umwerfend.

© Kariologiker

 

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Leichtathletologisch

 

Ein Text zu den Leichtathletikmeisterschaften in Göteborg … ziemlich lange her

Angesichts der neuen deutschen Erfolge, beabsichtigen die Stadtväter den -müttern eine Namensänderung mitzutragen und Göteborg in Goethe.org. umzubenennen. Das sei angemessen und modern und gleichzeitig wollte man Heilbronn zur Partnerstadt bitten, trotz der Tatsache, dass Goethes Käthchen niemals in Drolshagen-Thieringhausen war.
Doch die Ereignisse schlagen den Hausdamen ein Schnippchen. Ein Speer der Kugelstoßerinnen traf versehentlich beim Einspielen den Fuß einer 110 Meter Hürdentaucherin und ging durch den Schuh mitten in den Tartarwahn. Die Spielstätte wurde vorübergehend geschlossen, weil man beschlossen hatte das 16,8 Kilometergehen nun doch stattfinden zu lassen. Der russische Verbandschef Lood Millar übernahm die Startaufgabe von Olga Seischonda und kam auch glatt als erste ins Ziel, weit vor der Chinesin Do Ping, die man schon von Weitem an ihrer Akne erkennen konnte. Welch ein Zufall. Niemand hatte bemerkt, dass es kein gemischter Wettkampf war, weil Lood sich die Haare rot gefärbt hatte, was ihr Zutraulichkeiten des Samenverbandes der südlich vom Polarkreis lebenden Rentierjäger (SaSüPR eV.) einbrachte. Anschließen lud Lood Millar die Akteure auf ein Bier ein und wunderte sich noch, warum Olga plötzlich schwanger war. Hatte er ihr doch noch vor Monaten versprochen, dass alles ganz anders sei, als es aussehe. Die Sportgerechten gaben ihr dafür eine glatte 6.0 Wertung.

Während dessen war im Deutschen Haus der Teufel los, nachdem ein 9.999,99 Meterläufer sich durch die Mitte zum Sieg gefitscht war.
(Ein unverzeihlicher Messfehler um exakt einen Zentimeter konnte trotz der Hilfe des Uhrenfabrikanten Time Ex bis zu Beginn der Veranstaltung nicht mehr korrigiert werden. A.d.R.)
Mit einem schwedischen Nationalgericht sollte dieser Erfolg, in Anerkennung der Leistung des Wattenscheiders, im Wattenmeer stattfinden, doch fand man das Meer nicht mehr, woraufhin man mehr dem Essen fröhnte. Aus Essen wurde speziell dafür der Exilfinne, Lasse Raunen, importiert, der ‚Guten Tag‘ auf Schwedisch sagen konnte und dessen Spezialität Hasenchips* waren. Diese Hasenchips waren nach jeder Elchjagd in rauen Mengen zu haben und untergemengt zu allem gereicht wurde, bis es reichte. Kleine, in feine Scheiben geschnittene Hasenpfoten, die in etwas Wodka gesotten wurden und einfach umwerfend schmecken. Wer standhaft blieb musste weiter essen und selbst in rot-weiß weiß man sie zu genießen. Man hatte bewusst die kleinste Palette für den Transport gewählt, die leider für die Ingredienzien des Festmahles dann doch zu klein war und nicht annähernd den ganzen Wodka aufnehmen konnte, der für das Festmahl notwendig gewesen wäre. Aber man wollte sich gerade jetzt keine Blöse geben.

Während dessen wurde der schwedische Marinechor gebeten, die Nationalhymen zu singen, da die Harfenistin derzeit schon mit Lood Millar im Paartanzen bei den Europameisterschaften des Schuhplattlerns in Rejkiavik angetreten war, und Lood , der japanischen, seit 2 Tagen eingebürgerten, schwedische Harfeministin, Sa Ite, mehrfach auf die Füße getreten war.

Die Ereignisse überschlagen sich, als die schwedischen GV-Anstalten ihre Bilder auf den Titelseiten nicht mehr scharf bekamen. Schon glaubte man, dass keine Hundesuchstaffel des DRK Wiehl-West eingesetzt werden muss, da senkte sich das Dach der olympischen Sportstätte schon wieder ab. Diesmal auf der anderen Seite. Nun hat die berühmte Sportstätte an beiden Seiten eine Delle. Die Macher ernten Lachen.

‚Sieht doch schön aus‘, meint der ungarische Salamiverkäufer, Pustawu, der in Vertretung des vermissten Vorsitzenden des ungarischen Laichatletikverbandes, Soldan Solang, dem Hymenkommitee angehört und eigentlich damit beauftragt war, die richtigen Schallplatten zum richtigen Zeitpunkt aufzulegen, was er nun nicht mehr braucht, weil 7 Kadetteninnen der schwedischen, westbaltischen Ubootflotte mit zwei Stuarts der Offiziersmesse ab sofort die Hymen selbst entfernen.

Der Verbandschef des ungarischen Komitees, Soldan Solang, soll bei Lood Millar in Rejkiavik gesehen worden sein. Während man bei Do Ping eine ganze Tasche voll falscher Hasenpfoten (die waren im Ausland verboten!) gefunden hatte, überschlagen sich die Ereignisse, als plötzlich die Athletik beendet wurde.

Nach letzen Meldungen hatte Soldan Solang sich dreimal übergeben müssen, aber dann doch sein Ja-Wort zur Verlobung Lood Millar noch beim Gynäkologen gegeben haben. Waffen hatte man nicht gefunden.

Neues aus Goethe.org kommentiert von

Kari Loga … heia svenska

* Hasenchips in Wodka

Hasenchips – 20 Kg

Wodka – 20 Kg

Elchhuffett – 20 Kg

Man brate die Hasenpfoten in einer Paeja-Pfanne mit Elchhuffett leicht bräunlich glasig und schrecke die Hasenpfoten dann mit reichlich Wodka ab.

Zu Hasenpfoten werden traditionell gereicht: Stockfisch in Erdbeermilch oder rote Beete in Kamilletee.

 

 

 

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Zu Ehren genadelt

 

Ein untrügliches Zeichen dafür, dass man alt wird, ist die Überreichung von Ehrennadeln. Ich habe so eine Ehrennadel für eine 25 jährige Mitgliedschaft nun schon zum zweiten Mal überreicht bekommen. Das Grauen vor solchen Ehrungen, die in meinen Augen ohne jede Aussage sind außer, dass man schon so lange bei einem Verein ist, hat mich davor zurück schrecken lassen, sie persönlich in Empfang zu nehmen und so wurde mir die letzte ehrenvolle Nadel mit einem noch ehrenvolleren Schreiben per Post zugesandt. – An dem Besäufnis allerdings, dass zu Ehren der Ehrennadelträger bei dem nächsten standespolitischen Abend gegeben wird, werde ich natürlich persönlich mein Päckchen abholen … keine Frage.

Der Text der Urkunde, die immer zu einer solchen Ehrennadel dazu gehört, entspricht nicht annähernd dem, was ich aktiv in den Verein eingebracht habe. Das gilt sowohl für die berufspolitische Vereinigung, als auch für den Schützenverein, dessen Ehrennadel mir letztes Jahr schon zuteil wurde. Mit stolz geschwollenen Worten gleiten diese Ehrenurkunden für Ehrennadelträger in Sphären der Ode ab, die wahrlich an etwas anderes denken lassen, als dass man nur Mitglied ist. So ist es nur verwunderlich, dass es solche Ehrennadeln überhaupt gibt und festigen wohl einzig die Daseinsberechtigung für einen Ehrennadelnvergabebeauftragten. Für mich haben solche Ehrungen nur einen praktischen Sinn. Sehen und gesehen werden. Unter allen Würdenträgern der standespolitisch Geehrten, sind nicht nur, rein zufällig, viele Gutachter, sondern auch Neider, genau jene, die einem nicht das Schwarze unter dem Fingernagel gönnen und die sich rein taktisch etwas zurück nehmen, wenn man in der selben Liga spielt.

So nehme ich die Ehre gerne entgegen, schon aus dem profanen Grund, für die Jahrzehnte der Beitragszahlungen mal ein Freibier zu bekommen. Das werde ich genießen und mir dazu einen guten Zwirn überziehen um mit dieser Show maßlos über ein Ziel hinaus zu schießen, das sowieso niemand glaubt. Denn den Möchtegern kehrt jeder dieser Ehrwürdigen gerne heraus und so uniformiere ich mich dazu und denke mir meinen Teil – wenn mir die mentale Erweiterung mittels eines Obergärischen nicht wieder einen Strich durch die Rechnung macht.

Bei der letzten Einladung ging es derart gediegen zu, dass ich einen zerbrochenen Sessel am nächsten Morgen in meinem Zimmer vor fand und dabei war ich mir sicher, dass ich nur 5 Bier getrunken habe. Ganz sicher. Nein, es waren bestimmt nicht mehr. Bestimmt nicht. Ganz bestimmt nicht. Mensch, was wird das für eine Ehre. Ich bin schon jetzt ganz ergriffen. Das merkt man doch sofort, nicht wahr?

Obwohl es mir widerstrebt, mein Jackett mit derartigen Nutzlosigkeiten zu zerstechen, werde ich diese gute Stück anstecken. Und da bleibt es dann auch, bis das Jackett verschrottet wird. Ob wohl, ich habe mir schon überlegt, ob es ein netter Streich ist, den Verein zu verklagen, wegen eines Lochs in meinem besten Jackett? Oder? Vielleicht hört dann der Blödsinn endlich mal auf.

© Kariologiker

 

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Ostern und das Ei

 

Ostern ist das älteste und höchste christliche Fest‘. Diese Aussage erstaunte mich schon. Dachte ich doch bis heute, dass Weihnachten mindestens einen Rang höher stünde. Nun, denn…

Alle christlichen Kirchen feiern zu Ostern die Auferstehung Jesu nach seinem Tod am Kreuze am Karfreitag. Und das macht den Christen dann froh. Frohlockend wünscht so der ordentliche Christ in einem Anflug von selbstloser, christlicher „Kum-by-yah-my-Lord-Beseeltheit“, gepaart mit jenen, nicht für jeden nachvollziehbaren Frühlingsgefühlen, die den Biorhythmus positiv verstärken, allen Mitmenschen, ohne jegliche kritisch, historische Reflektion und der damit verbundenen Unwissenheit, ein „Frohe Ostern“.

Worüber soll ich jetzt froh sein?

Nun, der dankende, reflektorische Gegengruß zeugt davon, dass der Gleichgesinnte eben genau das Selbe sagen wollte und ist vielleicht etwas dadurch irritiert, dass er nicht zuerst den Gruß ausgesprochen hat, denkt aber ebenso wenig mit verklärter, klerikaler Unanfechtbarkeit darüber nach, was denn dieser Gruß bedeutet und woher er stammt.

So kenne ich nur wenige Christen, die sich überhaupt fragen, warum Jesus immer am 24. Dezember geboren wurde, aber die Auferstehung kalendarisch stets variiert? Und das sogar sehr kompliziert errechnet. Haben sich die Consilerie des 1. Vatikanischen Konzils etwa verrechnet? Oder waren sie damals schon genauso kurzsichtig, wie unser Politiker es heute sind?

Der Ursprung des Wortes „Ostern“ ist umstritten. Vermutlich geht das Wort auf den althochdeutschen Namen eines Frühlingsfestes ostarum oder auf eine germanische Frühlingsgöttin mit dem Namen Ostara zurück. Andere vermuten den Ursprung des Wortes Ostern in dem Wort Ost, weil in dieser Richtung im Frühling die Sonne aufgeht.

Das christliche Osterfest wird abgeleitet von dem jüdischen Pascha-Fest oder Pessach-Fest, das am ersten Frühlingsvollmond (egal auf welchen Wochentag es fällt) zur Erinnerung an die wunderbare Befreiung aus der Knechtschaft der Ägypter begangen wird. Es war ursprünglich ein Hirtenfest, an dem ein Lamm geschlachtet wurde. Darauf wird auch die Verbreitung des Osterlamms zurückgeführt. Im Christentum wurde das Osterlamm mit Christus gleichgesetzt. (na, bitte, nur die Christen essen ihren Gott – aber, wem’s gefällt…)

Das Datum des Festes wurde beim Konzil von Nicäa 325 auf den ersten Sonntag nach dem ersten Vollmond im Frühling gelegt. Wie vieles anders auf diesem Konzil auch, war es ein riesiger „Deal“, wie man heute zu sagen pflegt. Denn neben der Abmachung, das Christentum zur Staatsreligion im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation zu machen, hat man mal eben die Machtverhältnisse von Mann und Frau geregelt. Dabei wurde Maria fast nebenbei zur Hure erklärt, was dann auch erklärbar macht, warum es im Christentum nur eine Monogamie geben darf und bis heute Kondome, als Mittel der Wahl der WHO gegen AIDS in Afrika, nicht ins Konzept des Klerus passt. Da sind wir doch froh, dass die Erde keine Scheibe mehr ist, nicht wahr?

Bei der Gestaltung der heutigen Osterfeiern vermischen sich heidnische Bräuche und christliche Gebote. Vielen der alten Bräuchen wurden nachträglich christliche Inhalte gegeben.

Erstes Beispiel:

Der Osterhase

Bis zum 16. Jahrhundert wurden im Volksglauben die Ostereier von ganz unterschiedlichen Tieren gebracht. In einigen Regionen kam der Fuchs, in anderen der Hahn, der Storch oder der Kuckuck, aber auch der Kranich oder Auerhahn zu Ostern mit seinen Gaben. Spätestens ab dem 18. Jahrhundert ist nur noch der Hase als Frühlingsbote und Ostersymbol bekannt. Der Hase ist das Tier der Liebesgöttin Aphrodite sowie der germanischen Erdgöttin Holda. Er ist aber nicht nur Götterbote, er ist auch ein altes Zeichen für das Leben und für die Fruchtbarkeit, da Hasen im Frühjahr sehr vielen Jungen das Leben schenken. Wenn die Menschen früher die Hasenmütter mit ihren Jungen sahen, wussten sie, dass der Winter vorüber war und die Natur zu neuem Leben erwacht. Im Laufe der Zeit kamen der Osterhase und die Eier zusammen. Heute bringt er in seiner Kiepe die bunt bemalten Eier und Schleckereien.

Es gibt auch Vermutungen, der Osterhase sei eher aus Versehen der Osterbote geworden. Der Versuch eines Bäckers, ein Osterlamm aus Teig zu formen, muss etwas interpretationsreich geworden sein und so soll letztlich das Lämmchen eher wie ein (Oster)Hase ausgesehen haben. Das sich dieses missglückte Ergebnis eines Bäckers jedoch als Grundlage für einen christlichen Brauch durchgesetzt haben soll, ist wenig wahrscheinlich. Doch weiß man es?

Zweites Beispiel:

Das Ei

Dann wären da noch die Eier. Eine wahrlich kuriose Ansammlung kausaler Selbstverständlichkeit prägt das höchste Fest der Christen, besonders wenn man bedenkt, dass der Hase keine Eier legt und das Huhn nichts, aber auch gar nichts mit Ostern verbindet.

Auch hierbei sind die Eier allein heute keine Erklärung dafür, warum man sie einfärbt. Aber wenn man nahezu manisch versucht, einem Ei ein, der neuesten Mode entsprechendes Design zu verleihen, dann muss das doch irgendjemand erfunden haben. Aber warum? Ist es nur eine Laune der Natur? Ich habe etwas recherchiert.

Die Erklärung ist viel einfacher, als dass man es sich zugestehen mag. Und wieder einmal hat es einen sehr praktischen, ja, nahezu genialen Ursprung.

Die Schuld an den Brauch der bunten Eiern ist die Fastenzeit.

Und so ist es ein sehr pragmatischer, relativ plausibler, geschichtlich-materieller Hintergrund, warum es bunte Eier zu Ostern gibt. Die Menschen durften damals – und dürfen es heute eigentlich auch nicht – während der Fastenzeit kein Fleisch und keine Tierprodukte essen. Ganz abgesehen davon, dass sie ebenso nicht saufen und huren durften und überhaupt: Alles ist und war eigentlich so, wie im Ramadan, nur eben viel christlicher…

Da es bekanntlich früher weder Kühlschränke noch irgendwelche chemischen oder gentechnischen Verfahren zur Konservierung gab, hatte man mit den Hühnereiern – und allem anderen auch – ein echtes Problem der Aufbewahrung. Die Hühner scherte es eben nicht, dass die Menschen für sechs Wochen keine Eier aßen und legten unermüdlich weiter jeden Tag ein Ei – und Sonntags auch mal zwei – und ganz böse Bauern-Zungen behaupteten, dass während der Fastenzeit die Hühner immer neue Rekorde aufstellten. Tja, auch Hühner haben Frühlingsgefühle, oder etwa nicht?

So saß man schnell vor einem Haufen Eier und frustete den Entbehrungen der Fastenzeit. Um nun diese Eiere haltbar zu machen, kochte man sie. – Wie simpel, oder? Wer hätte das gedacht? – Damit man aber unterscheiden konnte, welche Eier wann gelegt worden waren, färbte man sie ein. Dazu gab man stark färbende Pflanzen zum Eierwasser und schon hatte man recht schnell eine bunte Mischung aus alten, sehr alten und ganz frischen, bunten Eiern. Wenn die Fastenzeit vorbei war, aß man natürlich die alten, zuerst gefärbten entsprechend als Erstes, wenn man denn nicht farbenblind war und das geschah eben zum Ende der Fastenzeit, also zu Ostern.

Hase und Ei

Mit dieser Kombination haben wir bei allen Traditionen und ganz unbemerkt einen Widerspruch eingehandelt, der genauso unreflektiert bleibt, wie das Osterfest als solches.

Mir erscheint es immer noch rätselhaft, warum wir heute die Eier verstecken und die Hasen essen. Hätte der Hase die Eier versteckt, wäre er der Einzige, der das Versteck kennen würde und man tötet Geheimnisträger nicht, besonders dann nicht, wenn sie als Einziger wissen, wo die wertvolle, eiweißstrotzende Nahrung zu finden ist, sollte man erfolglos die Suche beendet haben. Aber wollen wir nicht zu logisch vorgehen, denn Ostern ist ja ein Fest der Kompromisse.

So fasse ich zusammen.

Das Wort Ostern kommt aus dem Heidnischen, zumindest aber der Hase kommt aus dem Heidnischen, das Eierfärben ist eine praktikable Frischhaltemöglichkeit und übers Verstecken schweigt man sich aus. Irgendeiner hat es angefangen und alle haben es nach gemacht. Gut, damit kann ich leben.

Warum nun der Jesus mal an dem einen und im folgenden Jahr an einem anderen Tag auferstanden sein soll, um im darauf folgenden Jahr wieder an einem noch anderen Tag aufzuerstehen, erschließt sich keiner Logik. Der Klerus bediente sich zwar einer genauen Rechenmethode und wählte dazu die der Alexandriner – quasi die erste Statistik – um so genau wie nur irgend möglich festzulegen, wann der Jesus nun aus dem Grab geh’n Himmel stieg, pardon, ans Kreuz genagelt wurde, oder wie auch immer. Der dafür herangezogene Meton-Zyklus ist schlicht eine astronomische Berechnung, die über den längsten Zeitraum die sichersten Ergebnisse lieferte. Man hatte mit diesem mathematischen Berechnungssystem 19 verschiedene Monddaten ermittelt und diese genau auf 253 Monate zuordnen können. Das passt aber nur, nach meiner kurzer Nachberechnung, gerade mal für 84 Jahre. Und was kommt danach?

Interessanter erscheint mir eine hierzu gehörende, vollkommen widersprüchliche Kongruenz. In den 19 Jahren des ersten Zyklus gab es 19 verschiedene Termine für den Frühlingsanfang. Und so ergaben sich auch 19 verschiedene Daten, wann Jesus in den Himmel enteilte – oder am Kreuz sein „Always look on the bright side of life“ singen durfte. Da fasst man sich doch an den Kopf und fragt sich, wie das geschehen sein mag. Und die Lösung ist sicher wieder ganz einfach, aber auch rein fiktiv:

Nicäa im Jahre 325

Und, wie stellet sich der Herr Astronom nun vor, wie wir verfahren können?

Eure Heiligkeit, wir hätten da zwei Möglichkeiten.“

Ach, ja, so spreche er!“

Nun, da wäre der Sonntag, der dem Pessach-Fest folgt …“

Und? Weiter, weiter, nun rede er schon!“

Oder wir richten uns nach dem Frühlingsanfang, das wäre dann nach dem Meton-Zyklus…“

Auf keinen Fall etwas Jüdisches! Wir nehmen den Meton … eh … Zyklon.“

Zyklus“

Von mir aus. Dann eben Zyklus. – So … und wann gibt es endlich die versprochene Zerstreuung?“

© Kariologiker

 

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Lanz, Lanz, da war doch was?

 

Ach, ja, die Wagenknecht. Quasi eine der vielen Visitenkarten des Herrn Lanz, den ich sofort, wenn er auf dem Bildschirm erscheint, wegzappe. Inhaltlich so brillant wie Beckmann, außerhalblich so billig wie ein Banklehreschüler und mit einem Charisma, das jedem Beruhigungsmittel Konkurrenz macht.

Die Klonware von Moderator scheint eines der vielen Erfolgsrezepte vom ZDF zu sein, jener Zombies des Folks Sender, der irrigerweise glaubt, dass Kinderspielchen immer noch die Menge hypnotisiert. Leider hat niemand von den Hypnotiseuren bemerkt, dass man sich nur selbst ins Valiumkoma versetzt hat und winkt jeden Klon in die Moderation, der nicht bei vier auf den Bäumen ist. Ganz offensichtlich hat man gar nicht bemerkt, dass eine Sendung für die ganze Familie, die in der Tradition von EWG mit Kuhlenkampf steht, eine ganze Familie vor den Fernseher gezerrt hat, schon deswegen nicht mehr funktioniert, weil es gar keine Familie mehr gibt. Zumindest keine, wie man sie als Kind kennen gelernt hat, denn die moderne Familie sitzt vor tragbaren Informationsgeräten, hat eins tippendes Kommunikationsmuster in „Kurzschrift“ und ist mehr damit beschäftigt den eigenen Körper biologisch wertvoll zu stählen, als sich mit Wissen zu schmücken.

Nun kann man gegen NTV sagen, was man will, aber in der Momentaufnahme der wohl gestrigen „Wetten dass…“ Sendung, hat es den Nagel auf den Lanz getroffen. Geradezu euphemistisch einfühlsam werden dem Herrn Lanz die Sätze zerpflückt, von denen der nette Herr von nebenan wohl in seiner verzerrten Wahrnehmung meint, damit noch witziger zu sein als sein Gummibärchen essender Vorgänger. Der hatte den Braten wohl schon gerochen und allein das Konzept mit der Hunziger, die ähnlich der dämlichen Vivi, einzig das blonde Quotendummchen sein sollte, als nicht mehr zeitgemäß angesehen haben muss. 

http://www.n-tv.de/leute/Lanz-streicht-die-Segel-article12606851.html

 

 

 

 

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Mit Mücken kann ich’s.

 

Ich habe heute mit einer Mückenlarve ein sehr ernstes Gespräch gehabt. Ich erklärte ihr, dass sie gerade jetzt, wo sie ihre Zukunft noch vor sich hätte, einmal überlegen solle, ob der ständige Vampirismus wirklich noch zeitgemäß sei und sie wurde sehr nachdenklich. Sie wies mich darauf hin, dass sie im Moment ja noch sehr eingeschränkt sei und deswegen auch nicht mit ihren Kollegen sprechen könne, aber wenn sie sich etwas freier bewegen könne, sie das Thema einfach mal so ansprechen wolle. Die Idee gefiele ihr.
Ich erzählte ihr als Beispiel, dass es Menschen gäbe, die gar kein Fleisch mehr äßen und sich in ihrer vegetarischen, ja sogar in ihrer veganen Welt sehr wohl fühlten. Ob ich für sie denn eine Alternative hätte, sie kenne ja nichts anderes und so diskutierten wir über die verschiedenen Blutsorten, über Kreuzallergien und auch über mögliche Verderblichkeiten, wenn man Betrunkene oder gar Drogensüchtige aussaugen würde und kamen zu dem Entschluss, dass vielleicht fleischfressende Pflanzen ein gute Alternative sei.
So verblieben wir bei der Verabredung, dass ich auf jeden Fall nächstes Jahr ihren Kindern erzählen solle, wie es ihr ergangen sei und dass ich unbedingt am Ball bleiben solle. Noch niemand hätte Mücken jemals so viel Aufmerksamkeit geschenkt, ja noch nie hätte jemand so viel Herzblut in eine Sache gesteckt.
Ich heiße Kario, sagte ich ihr zum Abschied noch und sie antwortete, nenn‘ mich Mücki. Wir herzten uns kurz und gingen einem schönem Leben entgegen.

© Kariologiker

 

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