kariologiker

Ich bin Musiker. Ich schreibe. Ich esse. Ich trinke - gern. Gehöre zu den Ahl Säu. Spiele eine kleine Rolle in der großartigen, kleinen, kölner Band "Der original Matrosenchor der Schwarzmeerflotte".

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Das Kluge der Klugen

Es ist eine heiße Schlacht um ein Ei entbrannt, das weder so richtig gelegt worden ist, noch fachgerecht zubereitet wird, was schon prinzipiell daran hapert, dass noch nicht einmal die Frage geklärt ist, ob es überhaupt ein Ei ist.

Was auch immer ein Comedian heute sagt und aufführt, singt oder tanzt, sollte das bleiben, was es ist, ein satirischer Seiltanz mit der Wahrheit. Ob das jeder versteht oder jedem gefällt ist vollkommen egal.

Letztlich erst habe ich ein Häppchen auf der Gitarre onduliert, das mir, ehrlich gesagt, so in den Schoß gefallen ist. Brahms meinte einer, weil es sich so etwas nach Zauberflöte anhöre. Nein, meinte ein anderer, eher Tschaikowski, weil da so viel von der Moldau drin sei. Und dann meinte jemand bestimmend, dass es von Bach sein muss, es klänge etwas wie Die vier Jahreszeiten. Ich habe mich sehr diszipliniert und geantwortet: Stimmt.

Wer weiß heute noch, was wer gesagt hat und in welchem Zusammenhang und überhaupt wissen die wenigsten was wirklich richtig ist. Aber alle wissen etwas “Kluges“ beizutragen, denn sie haben es irgendwo gehört, gelesen oder sich zusammengereimt, wie Reporter, die sich Journalisten nennen und nun meinen Kabarettisten interpretieren zu müssen und das auch ich in alle Welt hinausposaunen.

Will man nun eine Wissenssendung schauen, gesellen die Fernsehformate Lebensuntaugliche dazu, die in kurzen Einblendungen ihre Eingeschränktheit kund tun und damit ein Vorbild für all jene werden, die sich ebenso intelligenzfrei und belehrungsresistent sind und bleiben wollen. Doch wenn es um das Klima geht, Lebensqualität und Politik, haben alle eine so klare Meinung, dass sich in den Social Medien Knoten in die Threads diskutiert werden. Wobei man meist nicht mehr von Diskussion sprechen kann, weil eben jene Minimalinformierte sich schon bei dem ersten Gegenargument immTon vergreifen und anfangen zu keifen. Das ist ganz moderat gesagt, denn realistisch verlieren meist vollkommen die Contenance.

Ebenso verhält es sich nun bei Nuhr, der nur wenige Sätze gesagt hat, die viel zu viele Wellen und Wogen schlagen und das um diese Ei, das er noch nicht einmal selbst gelegt hat und nun eine Idee dieser Eiablage so beschreibt, dass sich Hinz und Kunz den Mund verbrennen.

Sei’s drum … wir bemühen uns redlich alle Gräben, die derzeit schon bestehen tiefer werden zu lassen.

Meint Euer

Kariologiker

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Jeder Tag ist der Tag der Tage

Heute, 7. November, Umarme einen Bären

Heute Morgen habe ich ein wirklich großes Problem, ich soll einen Bären umarmen, zumindest möchte es irgendjemand. Denn wir haben heute den “Umarme-einen-Bären-Tag“. So heißt es in der Begründung, man solle mutig sein und mit einem kleinen Bären anfangen. Ich habe all meinen Mut zusammengenommen und den Gummi-Bären gewählt, aber leider habe ich keinen im Haus. Und jetzt?

Ok, morgen ist auch noch ein Tag. Ganz besonders freue ich mich auf Samstag, denn am “Das-Chaos-nimmt-kein-Ende-Tag“ werde ich bestimmt etwas tolles erleben.

Irritiert

Kariologiker

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Musik für Conrad Cortin

Animiert durch die Lyrik des Conrad Cortin habe ich immer wieder gerne zur Gitarre gegriffen und eine Untermalung zu seinen gelesenen Werken komponiert. ”Die Rote“ habe ich erst nur selbst gelesen und dann vertont, eh ich sie selbst aufs Band gesprochen habe.

Die Bandbreite seiner Lyrik hat mich immer auf gewagte Ideen gebracht. So habe ich den Sphärenklang mit drei einzelnen Orgelpfeifen und einer Software erstellt, ebenso, wie ich die Instrumente der Partymusik alle selbst gespielt habe (Trompete, Klavier und Kontrabass)

Diese Stücke sind 2015 in einer Literatursendung zu hören gewesen – und durch das niemals vergessende Internet immer noch auffindbar.

Euer

Kariologiker

https://literaturradiohoerbahn.com/sendung/lyrik-conrad-cortin-und-kario-kariologiker/

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4 Kommentare

Frau Lot und die Demo

Frau Lot, ihres Zeichen die Gattin von Dr. Dee, geht heute demonstrieren. Sie ist fest entschlossen, sagt sie und erinnert sich verträumt an die letzt Demo, an der sie vor ungefähr 40 Jahren in Bonn auf den Hofwiesen teilgenommen hat. Gut, sie ist kurz danach dann träschtisch jeworden, watt mim Demonstrieren nit mie övverander jing.

Damals, jaaaa, damals skandierte man noch in druckreifer Poesie:

”Lieber an den Füßen Blasen, als Raketenabschussbasen.”

Oder:

”Neuer Job für Ronald, Kellner bei McDonald.”

Frau Lot ist schon ganz begierig die Exsudate der dekapitierten Bildungsfront der Jugend von heute in ihr Herz zu schließen und sich ganz der neuen deutschen Welle hingeben zu können. Ja, da fühlt man sich wieder ein bisschen jung.

Trotz des Damoklesschwertes, das damals über der Welt schwebte, schien diese Welt doch noch ein Stück mehr in Ordnung zu sein, als sie es heute schlechterdings wohl ist. Man ging zu Hunderttausenden demonstrieren und jammerte nicht gequält auf zugewiesenen Freiflächen seine politische Meinung. In Olpe, ja, in Olpe, wird die Großdemo, die angedachte, natürlich auf ein Freigelände erlaubt, wo die heiligen Stätten der Stadt keinen Schaden nehmen können, also auf dem alten ZOB, denn auf dem neuen nebenan … ähm … fahren ja Busse. Keinesfalls auf dem Marktplatz, den eine Bekannte von Dr. Dee vor 20 Jahren neu ”interpretiert” hat. Da dürfen allerhöchstens die Autos – ja, auch die SUVs – Sonntags während des Kirchgangs parken, Musikgruppen jeder Art spielen und ganz viel Alkohol verköstigt werden, aber Demonstrationen, mitten in Olpe?

Zum Glück startet das fidele Entsetzen erst um 15.00 Uhr. Da passt mir ganz gut, denn nach dem Rugby-Spiel, dem ersten der WM in Japan, müssen wir schnell noch zu Mittag essen und unter dem Motto, Fish for Fridays, jiddet Fisch, watt sonst? Dann die ärztlich verordnete Mittagsruhe und trotzdem … et wircht watt knapp werden. Aber, wade‘mer ens aff un luuren watt kütt.

Mer weiß‘et jo nitt…

Kariologiker

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Katjas Baby Doll

Wie es genau dazu kam, ist mir gar nicht mehr im Kopf geblieben, aber eines Tages hatte ich Aufnahmen von Katja Kortin, die Conrad Cortin liest. Eine davon habe ich nachvertont und bei Baby Doll war es mir eine besondere Freude.

Das Bild, das ich für das Cover gewählt habe, hat Conrad gemalt.

Heute höre ich es zwar mit etwas Wehmut, aber sich mit einer gewissen Freude

Euer Kariologiker

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Clara

Als ein kleines Mädchen namens Clara diese Aufnahme gehört hatte und für gut befunden hat, stand der Titel für dieses Stück fest.

Dieses Gitarrenlyrik habe ich in der gleichen Session wie Redwine Dance mit Sabia da Costa, einem brasilianischen Percussionisten aufgenommen.

Verspielt

Kariologiker

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