Archiv für März 2016

Hände

Hände, die leben, repräsentieren den Geist, der sie bewegt

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Lange Gänge

Wenn lange Gänge Wege sind,
gibt es keine Türen,
die man schließen kann.

Nur wenn lange Wege
Gänge haben
verbergen Türen
Schubladen in die man
uns hineingesteckt
wissen will.

Wenn viele Schubladen
hinter langen Gängen
hinter vielen Türen
sich verbergen,
sind lange Wege
der einzige Gang.

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Smoothie

Es lebe die englische Sprache, die englische Sprache lebt mit dem Benutzer.
Wir benutzen sie ganz ungefiltert und wir lassen uns vieles an englischen Begriffen aufdrängen, ob wir es wollen oder nicht. Besonders bewirft uns die Werbung, selbst wenn sie aus Deutschland kommt, mit englischen Begriffen, selbst dort, wo es dafür auch deutsche Ausdrücke gibt.
Dabei ist es vollkommen egal um welches Produkt es sch handelt. In der Musik habe ich noch etwas Verständnis, denn die meiste Musik auf dem Markt wird von englischsprachigen Musikern und Firmen produziert.
Ebenso mit dem IT Markt. Da die Erfindungen meist aus Amerika kommen, muss man sich mit diesem technischen Englisch eben abfinden.
Wenn mich etwas wirklich stört, dann sind es solche Produktnamen, die originär deutsch sind, aber aus Marketinggründen in englisch verkauft werden.
So heißt der Fruchtsaft, egal ob aus Früchten oder Gemüse, heute nicht mehr Fruchtsaft, sondern Smoothie.
Nun, wie so oft, ist Sprache auch im Englischen im Wandel und so wurde aus der ursprünglichen Bedeutung, „Lackaffe“, „aalglatter Bursche“ auch die Übersetzung „Charmeur“. Diese Begriffe passen zumindest irgendwie zusammen, aber wie kommt man mit der gleichen Übersetzung von Smoothie auf: „cremiges Getränk aus Obst und Milch oder Eis“?  [Übersetzung aus dict.cc]

Der oder das Smoothie, wie es heute in einem riesigem Angebot im Discounter jeden anschreit, der ganz unbedarft daran vorbei gehen will, ist ohne Milch oder Eis, er oder es ist einfach nur gekühlt.
Es sind, und da muss man nicht viel zu wissen, schlicht nur Gemüse- oder Fruchtsäfte, manchmal ein Mix aus verschieden Früchten oder Gemüsesorten oder beidem. Und es bleiben, egal was man da untereinander mischt, Frucht- oder Gemüsesäfte.
Ok, hießen sie einfach nur so, wie eben das, was sie vielleicht sind, also z.B. Bananen- oder Kartoffelsaft, man würde sie sehr wahrscheinlich weder beachten, geschweige denn kaufen. Aber wie vieles, wird erst durch eine Namengebung allein, die leider wenig schmeichelhaft ist und eher an Comicfiguren erinnert, irgendetwas zu etwas Essbarem, ein Produkt kaufanreizend. Und es wird gekauft, denn sonst würde sich kein Laden die Kosten leisten, die eine eigene Regalwand generiert. Ganz abgesehen von der zwingend notwendigen Gewinnoptimierung.

Kommen wir zu einem weiteren Aspekt. Fruchtsäfte gibt es schon ewig und mal ehrlich, wer trinkt regelmäßig Fruchtsäfte? Das ist doch etwas für Zahnlose. Ich esse noch immer lieber eine Frucht in ihrer gewachsenen Form, als nur ihren Saft zu trinken. Hin und wieder vielleicht einen Orangensaft oder einen Apfelsaft, ok, aber wenn, dann bevorzuge ich die Früchte der Saison.
Der oder das Smoothie aber scheint selbst eingefleischte Früchteesser und Gesundheitsbewusste so sehr zu gefallen, dass sie weg gehen, wie warme Semmel, wobei ich bezweifele, ob warme Semmel in diesem Zusammenhang noch Bestand haben. Doch was ist wirklich in diesen Smoothies enthalten, dass sie so einen reißenden Absatz finden? Es sind, wie immer, diese Aromastoffe. Künstliche Geschmacks- und Geruchsstoffe, wie sie in allen Fruchtmischung-Esswaren enthalten sind. Selbst die Pizza Hawai ist ohne diese künstlichen Geschmacksverstärker nicht mehr denkbar, denn jede Frucht schmeckt nach jeder Ernte und je nach Sorte anders, doch die Smoothies, Joghurts und Torten, die Pizzen, Gummibärchen oder Bonbons schmecken immer gleich. Das geht ohne Geschmacksverstärker und künstliche Aroma-Stoffe einfach nicht.

„Schmutzis“ haben den Charme von Actimel oder anderen Joghurtgetränken, die nur in der Werbebranche als gesund gepriesen werden, aber ansonsten so wertvoll sind wie jedes andere Mixgetränk. Denn sie sind einfach nur eine Trinkmilchjoghurt-Pampe ohne jede gesundheitsregulierende Wirkung.
Also, ich werde diesen, nicht selten abstoßend ausschauenden Saftmix nicht mehr trinken. Ein Versuch hat mir völlig gereicht, um mich wieder einmal komplett fassungslos zu machen.

© Kariologiker

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Jour Fixe

Nach langem habe ich mich dazu entschlossen wieder auf meinem Blog aktiv zu werden. Und womit könnte man eine neue Serie beginnen? Mit einem Stück, dass ich für meinen Freund Conrad Cortin aus München geschrieben habe, anläßlich seiner literarischen Abende, die den gleichen Namen tragen, wie de Titel des Stückes, „Jour fixe“. Komponiert 2011 anäßlich eines meiner Besuche bei Conrad.

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