Beiträge getaggt mit Musik

Musik für Conrad Cortin

Animiert durch die Lyrik des Conrad Cortin habe ich immer wieder gerne zur Gitarre gegriffen und eine Untermalung zu seinen gelesenen Werken komponiert. ”Die Rote“ habe ich erst nur selbst gelesen und dann vertont, eh ich sie selbst aufs Band gesprochen habe.

Die Bandbreite seiner Lyrik hat mich immer auf gewagte Ideen gebracht. So habe ich den Sphärenklang mit drei einzelnen Orgelpfeifen und einer Software erstellt, ebenso, wie ich die Instrumente der Partymusik alle selbst gespielt habe (Trompete, Klavier und Kontrabass)

Diese Stücke sind 2015 in einer Literatursendung zu hören gewesen – und durch das niemals vergessende Internet immer noch auffindbar.

Euer

Kariologiker

https://literaturradiohoerbahn.com/sendung/lyrik-conrad-cortin-und-kario-kariologiker/

, , , , , , , , ,

4 Kommentare

Jour fixe

Diese Stück habe ich für Conrad Cortin geschriebenen trägt den gleichen Titel, wie ihn Conrad für seine literarischen Abende vergeben hatte.

Danke, Conrad, für diese intensive Zeit.

Kariologiker

, , , , , , ,

4 Kommentare

Nur ein Tag

An einem Tag ohne Regen ertrage ich den Sonnenschein.

Er platzt in meine Lieder, die ohne den letzten Ton verklingen,

lässt die Farbe trocknen, noch während das Bild entsteht,

formt sich in dem Ton, bevor die Skulptur zu sprechen lernt 

und wärmt viel zu schnell die Tristesse des Wohlseins.

 

An einem Tag, an dem der Regen die Sonne verdeckt

lasse ich mich in das Rauschen fallen und singe mit,

dann komponieren meine Hände im Ton das Gesicht,

das sich mit Musik der Haut nähert und den Bauch streichelt,

bis die Trunkenheit mich müde in Kissen der Träume sinken lässt.

 

An einem Tag ohne Regen lebe ich nur den Sonnenschein.

Er zerrt an meinen Liedern, die mich ohne Ton verschlingen,

die Kreide bleibt trocken, noch während ein Bild blendet,

formt sich immer noch ein Ton, bevor die Skulptur zu singen lernt 

und wärmt dennoch die Tristesse des Wohlseins.

 

An jedem Tag suche ich den Regen und weiß, 

dass ich ohne Sonne nicht sein will.

 

© Kariologiker 5.5.2018

, , , , , , , , ,

4 Kommentare

Akustischer Moment 

Ich habe vor einigen Tagen eine Hommage an die akustische Gitarre gelesen, von einem Musiker, der durch alle Genres gegangen ist und sehr respektvoll von seine Rückkehr zur akustischen Gitarre beschreibt und besonderes zu der mit Nylonsaiten bespannten.Als ich diese Zeilen las, kam ich nicht umhin, an meine Erfahrung mit all den elektronischen Hürden zu denken, die ich bei meinen kurzen Ausflügen in das Rockgenre gemacht habe. Vielleicht ist es eine Frage des Typs, aber ich war in dieser Zeit weniger mit Harmonien beschäftigt, als mehr mit den kleinen Rädchen und Schiebern, die es an den Verstärkern und Effektgeräten in solchen Mengen gibt, dass man sich ständig genötigt fühlt daran herum zu spielen, in der Hoffnung seinen Sound zu optimieren oder bekannte Sounds zu finden. Ich habe mich immer in diesem WirrWarr verirrt und bin stets weiter weg von dem gedriftet, was ich eigentlich wollte und weswegen ich mich dem elektronischen Überbau gewidmet hatte. Letztendlich habe ich es ganz gelassen und arbeite, wie in alten Zeiten mit sechs akustischen Saiten, in denen mich heute nur noch die Suche nach neuen harmonischen Gerüsten leitet.

Dann und wann legen sich heute die Finger auf die Saiten und es erklingen, ohne dass ich auch nur annähernd bewusst mache, neue Harmonien, wie ich sie wissend nicht gefunden hätte. Dann überraschen sie mich, die akustischen Momente.
© Kariologiker 

, , , , , , ,

4 Kommentare

Für Sissi

, , , , ,

8 Kommentare

Jour Fixe

Nach langem habe ich mich dazu entschlossen wieder auf meinem Blog aktiv zu werden. Und womit könnte man eine neue Serie beginnen? Mit einem Stück, dass ich für meinen Freund Conrad Cortin aus München geschrieben habe, anläßlich seiner literarischen Abende, die den gleichen Namen tragen, wie de Titel des Stückes, „Jour fixe“. Komponiert 2011 anäßlich eines meiner Besuche bei Conrad.

, , ,

5 Kommentare

Demokratische Kunst

Wer sich mit Kunst beschäftigt, Kunst lebt, der muss im Grunde seines Herzens ein Demokrat sein. Für den Künstler in mir beschränkt sich Kunst nicht nur aufs Musizieren oder aufs Schreiben, nein, mich animiert jede Form des Sinnlichen zu einer musischen Betrachtung.

Einen großen Anteil für jede Form der kreativen Assoziation sind gustatorische Erlebnisse. Ich liebe es mich von guten Weinen betören zu lassen, von einem Calvados entrücken zu lassen, einem Grappa verzaubern zu lassen und von einer italienischen Salami gierig zu werden. Dazu Oliven, die jede Geschmackskomponente bedienen und sich im Zusammenspiel der Zutaten neu erfinden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gut gereifte Früchte sind wahre Glücksspender und kommen manchmal Gedichten gleich, die ich nicht zu schreiben wage und ein exzellentes Filetsteak fordert mich in dem Bestreben nach Klarheit. Jede Form von Sushi, Sashimi und besonders die Zubereitung eines Teppanyaki, das vor Deinen Augen von einem Artisten nur mit einem Messer und einem Schaber auf einer heißen Platte Köstlichkeiten zaubert, sind für mich reine Kunst.

 

Doch auch Pflanzen, von denen ich ausnahmsweise mal wenig weiß, können mich begeistern und zum musischen Assoziieren anregen. Selbst die Naturereignisse haben immer einen Charme, wenn man es versteht sich ihnen zu öffnen. Ein Gewitter ängstigt mich nicht, sondern kann ein Form von Musik ebenso sein, wie ein Gedicht, so wie der Regenbogen oder der Regen vor dem Bogen in dessen Übergang zum Sonnenschein sich eine musische Verknüpfung finden lässt, wenn man es denn zulässt.

 

Es gäbe noch viele Beispiele für demokratische Kunst, doch wenn man nur für die aufgeführten Werte jeweils einen Charakter setzte, man würde erkennen, wie sich das demokratische Modell auf alle Genres, alle Werte übertragen ließe. Dabei sind nicht die Ergüsse das Maß des demokratischen, sondern seine reine Form.

So, wie es gute und schlechte Politiker gibt, so gibt es gute und schlechte Künstler. Gerade Kunst ist im Wesentlichen davon geprägt, dass man danach strebt und bestrebt bleiben muss, das Klare, das Eindeutige zu erreichen.

 

So muss es m. E. rechtens sein, sich derer kritisch zu bemächtigen, die sich in einer bescheidenen Form an dieser wahren Kunst mit unfertigem Handwerkzeug üben, ihnen aufzeigen, welche Werte sich wirklich in der Kunst verbergen und welche Potential die Kunst in sich trägt. Da Kunst immer von Menschen gemacht wird oder durch Menschen betrachtet einen Wert bekommt, ist gerade eine eigene Wertigkeit die Grundlage sich kritisch allen Werken zu stellen. Denn was ist Kunst wert, wenn der Künstler nichts von Kunst weiß? Was ist eine Demokratie wert, wenn niemand sie kennt?

So sehe ich gerade die Kunst als eine demokratische Form an kritisch dem Zeitgeist zu begegnen.

 

© Kariologiker

 

 

, , , , ,

3 Kommentare

%d Bloggern gefällt das: