Ein Pfannen-Kuchen-Gesicht wir 30 Jahre alt.

Man kann es kaum glauben und es hat mir erneut ein Kopfschütteln der Fassungslosigkeit entlockt. Das Emoticon, der Smilie, wir nun seid 30 Jahren benutzt. Man feiert sogar den runden Geburtstag? Unglaublich.

Wäre es nur dieses eine Spiegelei-Gesicht, ich würde mir erst gar nicht die Mühe machen, einen Gedanken daran zu verschwenden. Doch hat sich diese Kommunikationskrücke mittlerweile verhundertfacht, wenn nicht gar vertausendfacht. Unzählige Seiten im Internet bieten jede denkbare Variation zu diesem grafischem Kommunikations-Quatsch an. Für fast jede Gelegenheit findet man ein entsprechendes Emoticons.

Wozu ist es eigentlich zu gebrauchen? Sind wir wirklich nicht mehr in der Lage in normalen deutschen Worten zu lächeln? Zu weinen? Zu applaudieren? Sich zu ärgern? Missmut oder Freude zu beschreiben?

Wie lange wird es wohl noch dauern, bis auch die Politiker in einer Generaldebatte im Bundestag mit Hilfe von Emoticons diskutieren? Wann werden Briefe von Behörden mit Smilies verziert sein? Wie lange wohl wird es noch dauern, bis ich eine „Knolle“ von der Polizei bekomme, in der mir ein Verkehrsvergehen mit einem Bußgeld von Smilies umrandet, zugeschickt wird?

Wir sind doch das Volk der Dichter und Denker. Warum sind wir dann so wild darauf, uns diesen Ruf systematisch zu versauen?

© Kariologiker

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