kariologiker

Ich bin Musiker. Ich schreibe. Ich esse. Ich trinke - gern. Gehöre zu den Ahl Säu. Spiele eine kleine Rolle in der großartigen, kleinen, kölner Band "Der original Matrosenchor der Schwarzmeerflotte".

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Red Wine Dance

Mit dieser Komposition habe ich im Studio von Bernward Koch eine Basis zusammen mit Sabia de Costa gelegt, zu der Christoph Becker ein wunderschönes Sopransaxophon hinzu fügte.

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Jour fixe

Diese Stück habe ich für Conrad Cortin geschriebenen trägt den gleichen Titel, wie ihn Conrad für seine literarischen Abende vergeben hatte.

Danke, Conrad, für diese intensive Zeit.

Kariologiker

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Russe

Luise schläft gern in den Vormittag hinein. Auch wenn ich sie besuche bleibt sie liegen. Im Haus meiner Großeltern nimmt man es nicht so genau. Heute ist Luise gar nicht aufgestanden. Draußen wird es schon dunkel. Ich sitze an ihrem Bett. Viel lieber legte ich mich neben sie. Jedoch einer Bayern hätte sie schon als Liebhaber. Bloß keinen Russen. Das freut Boris, den sportlichen, blonden Russen mit der kurzgeschorenen Frisur. Er erzählt ihr von Russland. Luise ist nicht abgeneigt, mit Boris nach Russland zu reisen. Sie zieht das feurige Temperament des Russen dem intellektuellen Feuerwerk vor, das ich ihr biete.

Conrad Cortin

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Conrad Cortin – der große Freigeist

Conrad Cortin, ein Poet und Lyriker der alten Schule ist Montag, den 26. August diesen Jahres verstorben.

Ich bewundere diesen Freigeist noch heute und werde ihn immer in mir tragen. In dem Lyrik-Band ”Das Spiel ist nicht aus”, das 1985 unter seinem bürgerlichen Namen Helmut Stuhlmann erschienen ist, finde ich ein Gedicht, in dem seine Lyrik sich treffend darstellt.

*

Strom des Lebens

ich sehe

den Strom des Lebens

in dem die Wesen

sich verwandeln

keines bleibt wie es ist

aus Stieren werde Pferde

Menschen wachsen Flügel

Frauen sehen mich an

mit Antilopenblick

und während sie schauen

sinken ihre Leiber

in die Fluten zurück

*

Danke, Conrad, wir hatten unsere Zeit, unsere schöne Zeit und unser Leid, unser großes Leid. Wir haben uns beide so verstanden, dass ich Deine Erlaubnis hatte Deine Gedichte zu vertonen. Du wirst in Deinen Texten weiter leben.

Dein Freund

Kariologiker

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Schwingen, das Sumo des stattlichen Schweizers

Aus der Reihe – Sport neben Fußball – heute:

Schwingen, das Sumo des stattlichen Schweizers

Eine Variation des Ringens ist in der Schweiz das Schwingen. Der Sieger des diesjährigen Tourniers ist Stucki, der Sieger der Herzen allerdings ist der unterlegene, 40 Kg leichtere und 20 cm kleine Wicki, der sehr beherzte Kämpfe geliefert hatte und bis dahin nahezu ungeschlagen etliche Gegner in schwindelndem Schwingen auf den Rücken gelegt hat.

Bis auf die Tatsache, dass ein Sumo-Ringer seinen Gegner nicht auf den Rücken legen muss und der Kampfring in der Schweiz ein wenig größer ist, sind viele Techniken und deren Details dem Sumo-Ringen sehr ähnlich. Die Schweizer tragen eine Schwingerhose, der Sumotori einen Mawashi, in beiden Ringsportdisziplinen sind es schwere Männer, die gegeneinander antreten. In beiden Variationen wird der Gegner gerne durch eine Grifftechnik am Schwinger-Gürtel/Mawashi ausgehebelt oder aus dem Kampfring gedrängt. In Japan heißt diese Technik Tsuri-dashi und gehört mit zu den Spezialtechniken der Yokosuna.

Euer Sporchtreporchter

Kariologiker

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Grausam

Der Tathergang ist nicht mehr so genau nachzuvollziehen, sicher ist hingegen, dass es reine Notwehr war. Das scheint jedoch insofern uninteressant, als dass eines der Unfallopfer diese Folge von allem Unvorhersehbarem nicht überlebt hat. Ja, das ist traurig.

Vielleicht hatte sie sich einen Flügel angebrochen, sich ein oder zwei Beine gestaucht, sicher aber zumindest war die Rückenlage in dem Moment nicht die günstigste Position … für was auch immer. Denn, und damit war dem Gemetzel Tür und Tor geöffnet, hat der wirklich schmackhafte Pflaumenkuchen sie erst angelockt und sie bis in die unmittelbare Nähe der Todeszone gelockt. Dass gerade im selben Moment ein Mitbewerber ebenso diesem unglaublich leckeren Pflaumenkuchen, der zudem mit leckerer Sahne verziert war, nun zu Leibe rücken würde, war ihr wohl nicht so klar, nicht einmal die Konsequenz, die sie letztlich das Leben kostete.

Im finalen Gefecht musste sie, und das selbstverständlich gegen ihren Willen, also rein reflektorisch, in dieses plötzlich höchst bedrohliche Hindernis ihren Stachel rammen, ja, ganz tief rein rammen.

Der unvermittelt einschießende Schmerz führte willkürlich zu eine Verlagerung der Hand, so dass die Wespe komplett darunter gedrückt worden ist, was gewiss zu einer kompletten Entleerung der Giftblase geführt hat … so, wie es sich heute darstellt, denn meine Hand ist richtig stark geschwollen, mit Beteiligung des Handgelenks und einmal mehr bin ich froh, dass wir Cortison und Rivanol, nebst Fenistil im Haus haben. Ausreichend viele Coolpaks, die nun wechselnd kühlen und gekühlt werden, sind ebenso vorhanden und warten auf ihren Einsatz am Unfallopfer. Doch das mindert die Schwellung noch nur wenig … und nach diesem letzten Akt der Selbstverteidigung wurde sie von dem selben Hindernis auch noch recht unwirsch vom Tisch gewischt.

Ich möchte hier an Eides statt bezeugen, isch war‘et nitt inschuld. Isch wollte nur Pflaumenkuchen esse, Herr Rischter, datt müssen Sie mir jlauben. Äscht jetz‘…

© Kariologiker

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Wendsche Kärmetze 2019

Wie jedes Jahr in alter Tradition wird dieses Wochenende wieder das Kirchweihfest in Wenden/Sauerland gefeiert. Unter vielen modernen Dingen, wie die Fahrgeschäfte, wird es am Dienstag, wie gefühlt seit Ewigkeiten, auch den Tiermarkt geben, auf dem Bauern und Züchter ihre Tiere prämieren lassen. Diese Präsentation hat mich bislang immer begeistert, doch frage ich mich heute, wo mehr und mehr die geballte Antipathie gewisser Menschen das Fleischessen verdammt, ob nun ebenso die Besucher in zwei Lager geteilt werden müssen. Jene, die in dieser Leistungsschau das leckere Steak sehen und in jene, die Mitleid für die Tiere haben, werden sie doch zeitweise in Ställen gehalten?

Ebenso findet bei jeder Kirmes ein Brillant Höhenfeuerwerk statt. Wird es einen Aufschrei der Empörung geben oder wird es eher mit verklärtem Blick für die Tradition als dazugehörig Billigung finden? Sicher ist, dass beide Lager das Bier schätzen werden, das in vielen Ständen, die allesamt von den einzelnen Dörfern repräsentativ besetzt sind, reichlich fließen wird. Und ab einem gewissen Pegel sind dann auch beide Gruppen sich nicht mehr spinnefeind, sogar die Fußballer aller Dörfer haben sich dann ganz lieb.

Ich weiß auf meine Fragen heute keine Antwort zu geben, denn heute regnet es und mir ist das zu nass, aber am Dienstag werde ich hingehen und mir einmal das Spektakel unter den in mir aufkeimenden Fragen anschauen.

Heute gibt es Reis zu Mittag, mit mediterranem Gemüse und Frikadellen.

© Kariologiker

https://de.wikipedia.org/wiki/Wendener_Kirmes?wprov=sfti1

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Musik ist Arbeit

Auch, wenn es leicht und vollkommen unangestrengt klingt, und das soll es ja auch, ist gerade Marschmusik anstrengender, als der uns gut gesonnen Zuhörer sich vorstellen mag.

Zum Zeitpunkt, als dieses Bild gemacht worden ist, sind wir zwar noch nicht marschiert, aber dafür musste ich die ganze Verantwortung der ersten Tenorhornstimme alleine  stemmen. Das erstaunt nur dann, wenn man weiß, dass ich gerade mal vor 4 Jahren begonnen habe das Tenorspielen zu erlernen. Als Musiker weiß sehr gut, dass jede musikalische Erfahrung gut ist. Es erweitert ungemein den Horizont. Und so habe ich mich, auch wenn es manchmal sehr anstrengend ist, gerne mit dem Blasinstrument beschäftigt und spiele heute auch Marschmusik und viele meiner Freunde wissen, dass ich eher auf den sechs Saiten zuhause bin.

Schützenfest Hünsborn

 

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Stephan Hammes betrachtet

Heute habe ich einen Text von Stephan Hammes eingestellt, ein Koch, der das bröckelnde Ansehen der Fernsehköche nicht dadurch rettet, dass er nicht in aller Öffentlichkeit mit Essen matscht, sondern sich dadurch empfiehlt, dass er m.E. über einen gesunden Menschenverstand verfügt und das wortgewandt kundtut.

Das „Verstehen können“ setzt das „Verstehen wollen“ voraus!

Ich verstehe nicht das etablierte Parteien in eine solche Panik geraten wie ein ganzer Biohühnerstall in welchem der Lausbub eine aufgeblasene Brötchentüte hat knallen lassen. Weil ein Infuencer eine persönliche und subjektiv betrachtet eine pubertäre Wahlempfehlung hat ausgesprochen. Und? Unterhose auf´m Kopp un Foto von sich machen ist nichts wirklich Überraschendes denn so sind wir früher auch ohne Internet durch den Kölner Kaufhof um zu provozieren… mit 14. Gut Neue Zeiten, neue Sitten. Jaaaaaa… Stephan, der hat 600.000 Follower! Ich möchte… ich will verstehen, mir ist das in der Tat sehr ernst, welchen Wert ein/e FollowerIn hat. Welches Gewicht in der Waage der sozialen Gesellschaftsform hat ein/e FollowerIn? Das man nervös werden muss… als medienunbeholfenes Organ der Regierung!

Welche Grösse hat der Wertes eines/r  FollowerIn… macht welche Höhe aus in…

# Sozialabgaben

# Rentenversicherungsbeitrag

# Arbeitslosenversicherungsbeitrag

# Arbeitnehmeranteil der Gesetzl. Krankenversicherung

# Windelgeld der Pflegestufe III

# Altenpflege

# Gewerbesteuer der Selbstständigen an die Kommunen

#  Private Altersvorsorge

# Schulbus

#  Ehrenamt Bürgerbus, Menschen mit Behinderung, Krankenpflege etc.

# Hartz IV finanzieren und in Anspruch nehmen können

# und, und, und… etc., etc., etc.

Wie wichtig ist ein/e FollowerIn in Betrachtung unserer demokratischen sozialen politischen Gesellschaftsform? Was trägt diese/r hierzu bei? Ausser eine Zahl einer Internetplattform zu sein. Was macht das in Berufsgenossenschaftsbeiträgen oder Soli oder Kirchensteuer… was trägt der Wert einer/s FollowerIn zu unser Aller Sozialwesen bei?

Nix! Oder?

Es ist vielleicht der Pflegenennwert der eigenen Eitelkeit und drückt Werbereleveanz für Hersteller aus weil Zielgruppen für hohle Nüsse erreicht werden können. Danke Du DeppIn! Hier haste was Kohle während wir unsere Umsätze fett steigern! Kann ja sein…

Ich erkenne nur… ihr habt uns versaut… die machen das einfach nicht.. unsere Zukunft ist wegen euch, ja euch im Arsch… warum haben Alte Wahlrecht obwohl die bald sterben und wir Jungen nicht obwohl das Leben noch vor uns liegt (KEIN SCHEISS… O-TON)… Wissenschaftler schliessen sich uns an und sind ebenfalls unserer Meinung… usw… Wissenschaftler haben heraus gefunden… und sind wieder hinein gegangen…

Ich lese/höre nicht… wir haben erreicht, konnten durch setzen das, haben weiterhin verhindern können, folgende Aktionen waren von Erfolg gekrönt und durften unsere Lösungsvorschläge zu Gehör bringen… usw…

Die „neuen“ Medien sind ja klasse und die Kontakte wirklich interessierter Menschen an den eigene Dingen teilhaben zu lassen hat etwas für sich, man erlebt durch reale Umsetzung ins unvirtuelle Leben nach Draussen viele tolle Erlebnisse und Kontakte, erlebt unkomplizierte Gastfreundschaft und pflegt und erhält diese auch.

Aber zigtausende FollowerInnen sind doch nur noch inflationäre Katzenscheisse welche einem lauwarm beim Aufstehen Morgens durch die Zehen quillt weil man es versäumt hat das Kätzchen des Nachtens raus zu lassen. Abbrausen, Zähne putzen, Kaffee trinken… die echte Frische, die wiedergefundene Frische des Lebens geniessen… aber die die Wertigkeit an einer Riesenzahl von virtuellen „Besuchern“ fest machen und das altgediente, wenn auch temporär unbeholfenen Parteien sich hier von aus der Ruhe bringen lassen…

Wir müssen uns für nix schämen, echt nicht… immer nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt mit der Sachkenntnis des Status Quo… und die Sätze, welche hier von welcher Generation auch immer raus gehauen werden, die hatte meine verhasste Oma schon in den 70ern drauf… und die war damals schon alt und ewiggestrig… das sie die Schweine gebissen haben…

… die neuen Jungen sind ja bald die alten Alten… wie immer im Leben…

Und ich verstehe es nicht! Nicht weil ich es nicht will… weil Influenza die Nase laufen lässt und man hier immer unleidig ist?

© Stephan Hammes

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Saltimbocca-Eis

Ich weiß nicht, ob es jemand kennt, aber ein relativ neuer Anreiz, neben der immer aufwendigeren Werbung, in den Discountern etwas zu kaufen sind kostenlose Kochmagazine. Aus Holland kenne ich das schon lange und wenn ich mich recht erinnere war es die Albert Hijn Kette, bei der ich ein solches Magazin zum ersten Mal gesehen habe. Mittlerweile nutzen deutsche Discounter diese Broschüren auch für sich.

So stellt Kaufland mit ”Das gute Leben” ein kleines Heftchen zur Verfügung, in dem eigentlich nützliche Rezepte angeboten werden und nette Serviervorschläge. Ja, ich finde das auch toll. Eigentlich!

Vollkommen unnütz, und wohl eher als Werbung zu betrachten, werden jetzt Eiskreationen eines münchener Eissalons vorgestellt. Spaghettieis kennt ja jeder und schon bei dieser Bezeichnung frage ich mich seit dem ersten Mal, wo ich es gesehen habe, warum man jetzt auch Eis vorkauen muss. Immerhin hat man sich an dem Namen gewöhnt und weiß, dass da keine Spaghetti drin verarbeitet worden sind. Dieser Eissalon aus München fährt jetzt eine ganz andere Schiene und bietet nicht nur Pizza-Eis an, sondern in dem Eis ist auch Pizza drin. Es soll köstlich nach Steinofen-Pizza schmecken, so versichert der Autor dieses Artikels und sofort frage ich mich, was man eigentlich haben will, wenn man in eine Eisdiele geht? Ein kalt gewordenes Mittagessen oder eine eiskalte Süßspeise? Ja, das denke ich auch, die Antwort meiner Leser vorwegnehmend, man möchte eine Eis und das ist immer, und ausschließlich immer süß.

Jetzt bestellt der Eismann aus München direkt beim Italiener nebenan eine Pizza, zerhackt das Teil, gibt Tomatensoße, Basilikum und Oliven dazu – welche Pizza wird mit diesen Zutaten gewürzt? – und schmeißt es zu der Milch, dem Zucker und der Sahne in die Eismaschine und bietet es als Steinofenpizza-Eis an.

Genauso verfährt er bei Saltimbocca a la romana, wobei er erst ein hauchdünnes Schnitzelchen mit Salbeiblättchen brät, sogar den Bratenfond mit Weißwein löscht und ordentlich mit Pfeffer und Salz abschmeckt. Bei Caprese kommen dann eben Tomaten, Mozzarella und Basilikum in die süße Sahne, dem Zucker und der Milch und wird zu Eis gemacht. Sogar mit einem Schuss Balsamico. Na, wunderbar. Und was soll das?

Mir ist es fast egal, ob es wie kaltes Mittagessen schmeckt oder vielleicht nach Eis, dass eben nach kaltem Mittagessen schmeckt. Das normale Eis, so wie ich es von früher her kenne, finde ich sowieso nirgends mehr und esse deswegen eher gar kein Eis. Aber wenn ich diese Eissorten lese, und der Kreateur muss Unmengen davon auf Lager haben, dann macht das auf mich doch eher den Eindruck, als ob man in der Gourmetküche richtig verzweifelt ist und würde mich nicht mehr darüber wundern, wenn die Schuhsohle a la Chaplin irgendwann als ganz extravagantes Eis zum Angebot gehört.

Also … ich bin jetzt schon satt.

© Kariologiker

Beide Fotos sind von Oliver Schwarzwald und Marius Rückheim

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