Mario-nett

Und immer wieder kommt die Frage auf, wie kann ein Computer denken? Viele habe es versucht, indem sie Programme für den Rechner schreiben, Millionen von Rechner vernetzt haben, um eine unvorstellbare Rechenleistung zu schaffen … dabei ist es viel einfacher. Man macht den Menschen zum Roboter … das ist biologisch abbaubar und funktioniert immer, auch ohne denken.

Diese elektrische Zahnbürste, die die Mundhygiene überwacht und uns ständig auf unsere Unfähigkeit Zähne richtig zu putzen aufmerksam macht, ist nur ein Schritt, der nächste ist die iWatch, die mir fast alles sagt, was ich mache oder nicht. Auf meinem iPhone kann ich mich – so ich wollte – rund um die Uhr rundum überwachen lassen. Man schalte das Gehirn ab, um den Roboter anfahren zu lassen. Die nächste Fahrt geht rückwärts!

Herz, Lunge, Hirn – Laufen, Gehen, Schwimmen – Essen, Trinken, Kacken – Fieber, Außentemperatur, Bierkühle – Wetter, Better, Genever – ein Auto wird mich fahren können lassen, Frauen müssen nicht mehr einparken können, Hundi muss Gassi gegangen worden werden – Texte lassen sich ungetippt auf Blätter aufsprechen, Poems werden lyrisch im Nonsensnetz agglutiniert – Tempomaten werfen mit Papier um sich und das elektrisch kontrollierte Bett wirft einen morgens pünktlich unter den Kaffee.

Wozu soll ich dann noch wählen gehen, eigentlich wissen sie es schon lange. Der Einkauf kommt ohne Bestellung pünktlich und profiladaptiert ins Haus, der Backofen hievt mit der Mikrowelle um die Wette unigustiertes Essen warm geschönt auf den Fernsehtisch, das Programm läuft Sekunden vor dem Hinsetzen an. Ein Laufrad mit eingebauten Klo klebt, kalorienekontrollierend täglich für 3x1Std am Arsch, die automatische, atemlos-musik-animierte Enddarmreinigung mit eingeschlossen.

Der digitale Hype wird uns zur emotionslosen Marionette machen und wir werden bestimmt ganz viel lachen, auch wenn wir es nicht merken.

Ich kaufe mir ein Hinkebein und denke, es wäre aus Schokolade, schade…

© Kariologiker

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  1. #1 von Angel Face am 7. Januar 2015 - 22:40

    ja Kario, wenn ich mir so die kommemd drohende Entwicklung der allgemeinen VERNETZUNGSMÖGLICHKEITEN anschaue dann krieg ich doch glatt Muffesausen und ich graul mich zu Tode, ich glaub – ehe ich da mitmache werd ich lieber ins Wasser gehen und ne Runde schwimmen und abtauchen…..
    gut gepunktet Löwe….
    dat Engelschen….

  2. #2 von kariologiker am 7. Januar 2015 - 22:50

    Und das sind, leev Engelschen,

    mit Verlaub, gerade mal meine eingeschränkt vorstellbaren Szenarien, die bestimmt von denen, die neue schaffen, um Längen übertroffen werden. Ich bin selbst nur ein Stümper, leider.

    Lieben Gruß
    Kariologiker

  3. #3 von Dr.Ulrike Lupi-Fuß am 8. Januar 2015 - 08:45

    Wir Menschen haben unsere Freiheit an der Pforte zur Vernetzung abgegeben, haben mit Handkuss für uns denken lassen. Wir haben nicht erkannt, was diese Entwicklung der Technisierung mit uns macht. Zuerst sah alles nur so einfach aus. Es schien uns omnipotent zu machen, jetzt sind wir nicht einmal mehr potent. Nein, der große Bruder hat sich uns übergestülpt, und das, wo doch keiner „etwas zu verbergen hat“. Warum also?
    Du hast, lieber Kario, hier eine Satire aufgelegt, die reine Realität ist.

  4. #4 von Josef Rengaw am 8. Januar 2015 - 19:32

    Lieber Kario,

    über nahezu alle von Dir genannten Erfindungen, groteske Absurditäten der Wohlstandsverwahrlosung, könnte man herzlich lachen, würden die Deppen, die sie preisen, nicht freiwillig die Daten liefern, die sie zunehmend zum gläsernen Menschen, zur außengeleiteten Maschine degradieren; würden die Dummiane ihre Finger von dem Scheißdreck lassen statt ihn zu laiken.

    Herzliche Grüße
    Jupp

  5. #5 von klaerchen am 8. Januar 2015 - 20:19

    Also alles ist denkbar und machbar. Diese Szenen sind vorstellbar, es wird uns alles abgenommen und wir werden zum Robotter der gefüttert wird, damit er funktioniert. Nein, nicht wir, unsere Kindeskinder. Gut, dass es heute noch Satire ist. Du bist schon nahe an der zukünftigen Wirklichkeit.
    Grüsse dich herzlich, Klärchen, die noch kein Roboter ist.

  6. #6 von sissi am 15. Januar 2015 - 12:20

    Bitterböse Satire …
    Angesichts der Tatsache, dass ich alles schön ignoriere und in alter Manie weitermache, halt ich den Wahnsinn aus. Morgens geht die Sonne auf und die Provinz verhält sich ruhig. Schön so.
    Ich geh jetzt mal nen Kaffee trinken und denk über die Welt nach und wenn sie morgen noch da ist, bin ich einen Schritt weiter und dem Irrsinn wieder ein Stück näher.
    Shit aber auch.
    sissi

  7. #7 von Angel Face am 18. Januar 2015 - 11:26

    bald werden wir unser fernsehprogramm und die sich darin befindlichen nachrichten während des fahrens am handgelenk ablesen..
    wir werden uns nicht mehr per ( verständlicher ) Sprache verständigen,
    sondern nur noch >GRimassen schneiden und mit zeichensprache, Abkürzelungen und verhunzungen dessen was einst Sprache war – begnügen….
    wir werden hilflos zur Höhe schauen und uns fragen wo unten und oben ist..
    wir werden vergammeln und versauern….uns verkriechen und weinen weil verloren was einst ein wert war….

  8. #8 von Christine Singh am 17. September 2016 - 10:33

    Dazu fällt mir das alte Sprichwort ein: „Der liebe Jott lässt de Böm´ nit in d´r Himmel wachse.“ – Wir sind zwar auf dem Weg in die Roboter-Gesellschaft, aber bevor dieser Mist sich vollendet, werden wir wieder zurück in die Steinzeit gebombt. Es sind vor uns schon zig Kulturen untergegangen und uns wird das Gleiche passieren. Da gehe ich jede Wette drauf ein!

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