Stellenanzeigen

Wenn man die Samstagsausgabe einer beliebigen Zeitung in die Hand nimmt, kennt nahezu jeder den Griff, der den Anzeigenteil für freie Stellen auf dem Arbeitsmarkt komplett herausfallen lässt.
Das habe ich heute auch wieder gemacht und als erstes viel mir, rein zufällig das von Claus Karst schon erörterte Wort SALES ins Auge. Angeregt und spontan wieder schmunzelnd über die Satire von Claus, schaute ich mal genauer hin, was SALES im Stellenanzeiger zu suchen hat. Und ich war überrascht, denn es wird ein SALES Manager gesucht. Und von wem? Von der Firma Pro Value Consultants. Also eine Firma, die Werte verkauft. Scheint zu klappen, denn die Anzeige war nicht billig, wenn ich nur die Größe und Aufmachung als Kriterium heranziehe.
Nun sind Werte für diese Firma wohl zu wenig, so wie Film heute nicht reicht, um einen Film zu bewerben. Es muss der Film-Film sein und so wirbt diese Firma mit Mehr-Werte – Zitat: „Training und Beratung für Mehr-Werte“
Ich habe mir diese Anzeige etwas länger angesehen und habe mich ernsthaft gefragt, was der Bewerber wohl nun denken soll. Die ganze Verenglischung, Pro ( ach ne, das ist ja Latein ) Consultants, Value, Manager und Sales ist so verwirrend, dass ich mich dort weder bewerben würde, noch mich dort trainieren lassen würde, egal, wie viel Mehr-Werte sie mir versprächen.
Gleich darunter sucht eine Firma einen Mitarbeiter, die sich Mops Catering nennt. Natürlich dachte ich an den Hund, aber nein, sie suchen eine Diätassistentin. Voraussetzung sind Vielseitigkeit und PC-Kenntnisse. Nur der Träger der Firma, die evangelische Stiftung Volmarstein, lässt vermuten, dass die Mops Catering keine Hundefütteranstalt ist.
Da ist es schon erfrischend, die Suche nach einem technischen Zeichner zu finden oder so spannende Berufsbezeichnungen wie Zerreißspannungstechniker. Was der wohl machen muss?
So neben bei ist mir klar geworden, warum King Size Dick aus Köln seine Stadt am Rhein besingt. Also am Originaltext orientiert: „ … ming Stadt am Ring“, fragte ich mich immer, ob es noch ein anders Köln gibt. Doch der Rhein ist deswegen immer wieder erwähnenswert, weil Kreuztal für „Meine Stadt“ wirbt. Es gibt noch nicht mal einen Rinnsal in Kreuztal und so ist in der Liedzeile nicht das „mein“ wichtig, sondern die Betonung „am Rhein“!

Advertisements

, , , , , , , , ,

  1. #1 von angelface am 7. September 2014 - 10:22

    „zerreissspannungstechniker“….der spannt vielleicht Leitungen quer durchs Land und zerreißt sie dann wieder ( womit auch immer) :)) grinst, hab ich auch – noch nieee – gehört.
    denke mal man muss heutzutage schon Berufsbezeichnungen erfinden wie im Märchen um die Stellenanzeigensuchenden zu“!°° motivieren „“!°!!! – ein normaler Begriff wie Zahntechniker, Bürokauffrau, Sekretärin klingt natürlich auch nicht so aufregend interessant wie“ Handelsattache“ oder Senator – wobei man sich auch dort überlegt welchen Aufgaben dessen Gestalt und Hirn harren mögen.
    Als interessanteste betrachtung ist eher für mich die Tatsache, dass ausgerechnet du Stellenanzeigen in der Tageszeitung liest, hast du am Sonntag nix zu tun? keine Plomben entfernen und Wurzeln ziehen?….
    interessant…………………………………………………………….. was wolltest du früher mal werden…doch nicht wirklich vermessungsspannungsdingsbumsda….oder?
    schönen Sooooooooooooontag….

  2. #2 von Josef Rengaw am 7. September 2014 - 19:14

    Lieber Kario,

    Du offenbarst eine erschreckende Bildungslücke. Offenbar bist Du noch nicht genügend fäkebukverblödet. Ts, Ts. Wärst Du ein typischer in-Depp, würdest Du liken, dass ein Mops gesaled oder gekateringt wird.

    So wird nie etwas aus Dir.

    Herzliche Grüße
    Jupp

  3. #3 von kariologiker am 7. September 2014 - 22:54

    Jo, Jupp,

    isch bekenne misch schuldisch im Sinne der Unschuldischkeit. Is eben ad watt lang her, datt isch diesen Teil vun’ner Zeidung in den Hand jenomme han … und ja, isch suche en’ne Job, einen, den ich noch nicht kann. Aber, ob mich misch einer in die Lehre aufnimmt? Watt meinst’e?

    Leeven Jroß
    Kariologiker

  4. #4 von kariologiker am 7. September 2014 - 22:56

    Optiker wollte ich eigentlich werden, Engelschen,

    und als ich jung war gab es bei mir ebenso wenige Jobs mit unaussprechlichen Namen, wie bei Dir … *lach*

    Lieben Gruß
    Kariologiker

  5. #5 von sissi am 8. September 2014 - 11:01

    Ich musst grinsen. Endlich spricht es mal einer aus. Bei diesen Jobs weiß so ne Olle wie ich oft auch nicht, was die da haben wollen.
    Sprachverhunzung nenn ich das. Aber was solls… wir können ja die Zeitungbeilage zur Seite legen und uns interessanterem widmen. Die Todesanzeigen vielleicht… ist immer so beruhigend, wenn man da selber nicht drin steht…
    Schöne Woche
    sissi

  6. #6 von Angel Face am 21. November 2015 - 18:34

    immer wieder schön, uralte „Kommentare zu einer geschichte im Netz wiederzufinden…
    ein LACHER ist ihnen gewiß, ob wohl auch andere so aus Langeweile oder neugierde zwischendurch mal im Netz bei google spazierengehen um sowas zu finden…vielleicht!!!!
    lang, lang ists her, aber das netz vergißt nie!

  7. #7 von kariologiker am 27. November 2015 - 09:20

    Auch ich bin erstaunt, liebes Engelschen,
    was mir ab und an so in die Feder fiel. ich musste tatsächlich selbst einmal schmunzeln…

    Lieben Gruß
    Kariologiker

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: