Der Vatikan kann fast alles.

Warum wundert mich das eigentlich nicht mehr?

Der Vatikan kann fast alles.

„Es wäre eine Sünde, ein so köstliches Getränk den Ungläubigen zu überlassen.“ (Papst Clemens VIII. über den sogenannten Trank des Satans, als er Kaffee mit einem Kirchenbann belegen sollte.)

Gut, Kaffe soll sogar gesund sein, will man den Wissenschaftlern glauben. Bei drei bis vier Tassen pro Tag mindere diese Konsum-Menge das Risiko von Typ-2-Diabetes, Alzheimer-Erkrankungen, sowie bestimmten Krebsarten – Darm- oder Prostata-Krebs. „Die Betonung liegt aber auf vermindertem Risiko. Kaffee bietet keinen Schutz vor derartigem Erkranken. Man kann aber nicht pauschal sagen, dass Kaffeekonsum immer gesund ist“, warnt Univ.-Prof. Dr. Veronika Somoza von der Universität Wien.

Das aber wusste die Kurie unter Papst Clemens VIII um 1560 bestimmt noch nicht, als das schwarze Gesöff Einzug bei Hofe hielt und damals dachten die „Verklärten“ eher, dass es ein Trunk des Teufels wäre, dass die Seefahrer aus den fremden Ländern der „Ungläubigen“ mitgebracht hatte und rein spekulativ, und weil der Clemens und die Medici damals im Clinch waren, ist geschichtlich betrachtet dieser päpstliche Erlass eher als Trotzreaktion, als eine medizinische Vorsorge zu betrachten.

Heute kommt es dann sehr gelegen, dass Clemens damals sehr weise entschieden hat sicher hat man in dieser oder ähnlichen Entscheidungen auch aktuell immer noch die Wahl alles gut zu heißen, wenn es denn nicht vom Satan kommt.

So einfach macht man es sich wohl immer noch im Vatikan, wenn man eine „Volksdroge“ vor dem Zugriff des Teufels retten will. Sicher hat man für den Messwein ebenso ein Rezept parat und ich will gar nicht erst wissen, was die Herren im Brüsseler Spitzengewand in ihren „Handtäschchen“ verbrennen. Vielleicht fällt die ein oder andere Ingredienz schon in einigen Ländern unter das Drogengesetz. In Kalifornien allerdings nicht mehr, aber weiß man es?

Nun wurde bekannt, dass der deutsche Zoll offenbar eine an den Vatikan adressierte Drogenlieferung abgefangen hat. Beamte hätten am 19. Januar am Leipziger Flughafen 340 Gramm Kokain mit einem Schwarzmarktwert von 40.000 Euro aus Südamerika sichergestellt, berichtet die „Bild am Sonntag“ (von der NTV wiederum berichtet, weil die vielleicht nicht den Belzebub nich an den Hacken haben möchte). Laut Zollbericht sei das Rauschgift in verflüssigter Form in 14 Kondome verpackt gewesen. Und in Südamerika sind die Gläubigen noch gläubiger als in Rom, wie man sicher weiß.

Gut, angeblich soll, nachdem man der Vatikanpolizei diese Lieferung übergeben hatte, sich niemand gemeldet haben, um das Paket abzuholen. Ich erlaube mir hier einmal die dumme Frage, wer wirklich dümmer ist, als die Polizei? Bild am Sonntag oder NTV? Natürlich wird das niemand abgeholt haben, weil es ja dem richtigen Adressaten schon zugestellt worden ist. Oder denkt wirklich jemand, dass in einem freien Staat, in dem es kein Drogengesetz gibt, man die Kondome voll Nasenelexier nicht längst ausgetauscht hat und das notwendigerweise noch nicht einmal in einer Nacht- und Nebelaktion?

Um wenigstens so zu tun, als ob man mit aller Härte des Polizeigesetzes nun den bösen Popen findet, der das bestellt hat, fügt NTV gleich noch eine Kostprobe ihres unerschütterlichen investigativen Journalismus hinzu: „Es ist nicht das erste Mal in der Geschichte des Vatikans, dass im Kirchenstaat wegen eines Drogendeliktes ermittelt wird: Bereits 2007 wurde ein Vatikan-Mitarbeiter angeklagt, in dessen Arbeitszimmer 87 Gramm Kokain entdeckt worden waren.

Der vom rechten Pfad abgekommene Diener Gottes war damals nur zu milden vier Monaten Haft verurteilt worden – weil zu dieser Zeit spezifische Regeln zu Drogenbesitz oder -handel im veralteten Strafrecht des Vatikans überhaupt nicht existierten. Erst nach dem Prozess wurde diese Gesetzeslücke geschlossen.“ [Zitat: NTV]

Kariologiker

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  1. #1 von sissi am 3. April 2014 - 18:51

    Die heiligen Heiligen und ihre Wahrheiten…. ohne Worte, sag ich da nur.

  2. #2 von kariologiker am 4. April 2014 - 08:25

    Frau Sissi,

    sie sind doch nicht auf den Mund gefallen … gut, die Heiligen sind auch mir heilisch. Da lass isch nix dran kommen … also nischt immer … worüber soll isch denn dann noch ablästern?

    Lachend
    Kariologiker

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