Desillusion

von Enya Kummer aus dem Buch

Desillusion

Dieses Haus, zu leer, zu groß.
Die Stadt liegt tot,
verblasst die Farben der Nacht.

Einst zart gesponnener Ort
der Liebenden ist nun
Reich der Nebel und der Stille.

Schritte, die auf
dem Pflaster hallen,
führen zu Schattenruinen,

erhaben dort,
wo wir einst am Ufer
schliefen und dachten,
Sterne zu pflücken.

Der Fluss treibt schmutzig
und träge hin zum Morgen,
der Nachtillusionen verschluckt.

Das Lyrik-Buch ist unter folgendem Link ganz zu sehen – http://www.buch-schreiben.net/kurzgeschichte/lesen2.php?story=90753

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  1. #1 von sissi am 27. Mai 2013 - 07:26

    Wie schön, Enya auf deinem blog zu finden.
    Ihr Umgang mit Sprache ist beeindruckend. Eine großartige Lyrikerin der Neuzeit.
    Chapeau.

  2. #2 von kariologiker am 27. Mai 2013 - 09:50

    Ja, liebe Sissi,

    da gebe ich Dir recht. Sie ist wirklich großartig.
    Danke fürs Lesen…

    Kariologiker

  3. #3 von angelface am 30. Mai 2013 - 09:40

    ein wunderbarer text, da klick ich doch glatt und sofort auf den angegebenen Link, danke schön und Gruß in den Sonnentag lieber Kario…liebe Grüße Angelface…auch mal wieder hier….

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