Schneller Fußgänger

 

Es kam plötzlich einfach so über mich. Der elendige Ischias macht mir lang schon kein‘ Spass und da dachte ich so unbedarft und eigentlich gar nicht ganz ernst, vielleicht jogge ich mal um unsere Talsperre.

Keine Angst, man hat sie nicht leer gepumpt als man mich kommen sah, denn heute morgen habe ich nach dem ersten, zart erkennbaren Sonnenstrahl mich dann sportiv bekleidet und bin los gelaufen.

 

Zum Glück gibt es nette Freunde, die einem in solch „weltfremden“ Ansinnen mit guten Ratschlägen zur Seite stehen und nachdem ich auf einem sozialen Netzwerk mich dazu unsozial geäußert hatte, bekam ich postwendend die ultimative Gebrauchsanweisung für den schnellen Fußgänger gepostet. Vorweg möchte ich nicht vergessen zu erwähnen, dass eine schnöde Trinkflasche nicht reicht … ausgerüstet mit einer Minibar, zwei 1000 Watt-Lautsprechern, die mich mit Heinos „Hoch auf dem gelben Wagen“ motivierten läuft es sich gleich viel besser.

 

 

Eike Caren hat geschrieben: „Die Erstausstattung für den ungeübten Läufer: Dress mit Vor- und Rückstrahlern, so wie eingebauter Klimaanlage. Der Aufdruck auf der Brust sollte die komplette Adresse sein, auf der Rückseite günstigstenfalls eine Anfahrskizze zum nächsten Krankenhaus. Erste- Hilfe- Pack mit mindestens einer behelfsmäßigen Schiene (man läuft ja nicht immer durch den Wald). Eine Kappe oder ein Hut mit Schweißband und kombiniertem Regenschirm- Ventilator oben drauf. Die dafür nötigen Batterien trägt man praktischerweise am Hosenbund, n dem auch eine Trinkflasche (mind. 1 Liter) und ein fotofähiges Handy befestigt sein sollten. Auch die Schuhe sollten mit Vor- und Rückstrahlern ausgestattet sein. Mit einem Edding vermerkt man darauf die Blutgruppe und eine kurze Patientenverfügung. Selbige tätowiert man sich, mitsamt Anfahrtsskizze, Adresse, heimischer Telefonnummer und dem Namen der nächsten zu informierenden Person (und deren Telefonnummer, falls nicht mit der eigenen identisch) an eine gut sichtbare Körperstelle. nun kann nix mehr schief gehen – auf zum ersten Run!!!“

 

 

Natürlich habe ich keinen der gute Ratschläge Folge geleistet, was man sich nur leisten kann, wenn man die Folgen kennt. Morgen kaufe ich mir einen Runmeter, so eine App für mein iPhone, um jeden Lauf-Meter über das wichtigste Netzwerk unserer Zeit GPS gesteuert simultan allen Menschen die es wissen sollen, ob sie wollen oder nicht mitzuteilen. Nein, diese Anwendung gibt es noch nicht für Amokläufer!

 

 

© Kariologiker / Eike Caren Handtrack

 

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  1. #1 von angelface am 14. Mai 2013 - 06:20

    ach du meine Güte, nun – dachte ich – läuft Kario auch noch!!! – “ und wie er da so vor sich hinläuft, grinsend stelle ich fest : du bist gewappnet auf Alles was auch dich zueilen k ö n n t e ….nur das schweißband fehlt auf dem hut und baskenmütze fehlendem Kopfe, oder haste den auch vorsichtshalber zuhause gelassen damit de nich drauf fällst, ?….zwinker…habe herzhaft gelacht auch wenn ich sonst leider nix mehr von dir hör….deine geschichten erheitern mich immer noch und wieder …denn jetzt hab ich ja auch wieder mehr zeit…
    liebe Morgengrüße von einer nein und nienichtimmernichtjoggerin, – ich latsche lieber nach wie vor langsam durch die gegend aber nicht durchs leben..lacht:))

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