Wege gehen

 

Wir gehen Wege,

wohl wissend,

dass es keinen Weg gibt,

der endlos ist.

 

Ist der Weg wirklich das Ziel?

Sind vielleicht gerade Ziele

die Endlichkeiten unserer Wege?

 

Welchen Weg auch immer wir wählen,

er verpflichtet.

Kein Weg ist steinig genug,

als dass er unbegehbar ist

und kein Stein ist nur ein Hindernis.

 

Er kann schmücken, 

er mag den Weg glätten 

oder den Weg führen. 

 

Wir kennen sie alle,

diese Steine

und wir gehen sie ständig,

diese Wege.

 

Sie mögen uns vor Gefahren mahnen 

und doch ständig

den Reiz in uns wecken

wissen zu wollen,

was hinter diesen Steinen ruht, droht.

 

© Kariologiker

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  1. #1 von Arnold Bathurst am 10. August 2012 - 08:42

    Hallo,

    ich trete der Wirklichkeit sicher nicht so entschlossen entgegen wie Sie in ihrem Gedicht und gehöre wohl eher zu den Zögerern und Zauderern, aber es gefällt mir trotzdem.

    Lg

  2. #2 von sissi am 10. August 2012 - 21:13

    Der Weg ist das Ziel….
    muss ja so sein. Das Ziel erreicht nur, wer los geht. Ob der Weg nun steinig ist oder kerzengerade, man muss ihn gehen.
    Ich kenne nur Steine, die es aus dem Weg zu räumen geht, doch egal, wie schwer sie sind, man kann sie überwinden.
    Was auch immer der Preis ist, es lohnt. Also gehen wir und erleben, wie spannend es sein kann, wenn man los läuft, ohne zu wissen, was einem erwartet.
    Auf das Leben, auf uns und die steinigen Wege…

  3. #3 von angelface am 15. August 2012 - 07:51

    mir gefällt es auch…sowohl die Steine als auch die Wege die wir manchmal unfreiwillig, mal aber auch wieder freiwillig gehen, steinige Wege sind ein Abenteuer und ein Erlebnis das wir ruhig mal von Zeit zu Zeit wagen sollten…
    schieb sie beiseite oder hüpf drüber sag ich mir und wage neue Wege zu gehen…ein schönes Gedicht lieber Kario

  4. #4 von kariologiker am 18. August 2012 - 20:46

    Wie weit ich einen Weg entschieden gehe, lieber Arnold, werde selbst ich Dir nicht sagen können. Doch bin ich noch keinen Weg gegangen, der ganz ohne Steine war. Jeder findet auf seinem Weg die Steine, die sich scheinbar nur ihm in den Weg legen, nur ihn daran hindern gemütlich gerade aus zu gehen.

    Und ja, liebe Sissi, liebes Engelschen,
    die Steine sind es, die uns auf unseren Wege erst zu dem machen, was wir sind und wie wir uns darstellen. Jeder Stein hat sein Gewicht, doch ist selten nur rohe Kraft notwendig, sie zu überwinden.

    Gerade dieser Satz aus dem ZEN „Der Weg ist das Ziel.“ ist verwirrend, denn ich kenne keinen Weg mit einem Ende und so ist das Ziel sogar dann ein Weg, wenn man einfach nur sitzen bleibt. Manchmal denke ich, dass der Buddhismus es sich zu einfach macht, doch birgt er in seiner komprimierten Komplexität selbst dann noch Geheimnisse, die vielleicht niemals beantwortet werden können.

    Euer
    Kariologiker

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