Der Brief, offene

 

Ein Brief galt von je her als heilig. Aus Respekt, aus Datenschutzrechten, aus politischer Verpflichtung und natürlich aus der Intention die Privatsphäre zu wahren.

Briefe, deren Inhalt jeder kennt, gibt es viele. Nachfahren haben sich aus hehren Gründen dazu bereit erklärt, aus dem Vermächtnis die Briefwechsel berühmt gewordener Persönlichkeiten preis zu geben und ja, ich kann es nicht leugnen, auch ich neige dann zum Voyeurismus, wenn man ins Intime derer schauen kann, die sich einem erst durch die Briefwechsel eröffnen.

Eine besondere Form des Briefes ist der „Offene Brief“.   Das Interessante daran ist gleichzeitig das Uninteressante für mich, denn obgleich er auch an mich gerichtet ist, gilt er ebenso dem Blödmann von nebenan. Also lese ich sie eigentlich schon deswegen ungern. Doch weiß der Teufel – mit dem ich wohl ein herzliches Verhältnis zu haben scheine – warum auch immer, aber den folgenden „Offenen Brief“ habe ich dann doch gelesen und war sehr erstaunt.

Ein offener Brief der WAZ Gruppe an ihre Leser.

Inhalt: Das Wort.

Im Besonderen: Das satirische Wort.

Und noch erstaunlicher: Das vergessene Wort.


Aus der Westfalenpost 19. Mai 2012

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  1. #1 von ahora am 26. Mai 2012 - 11:46

    Wenn wir Glück haben, treffen wir auf einen Mix von Spaß, Scherz, Ulk und Satire, wobei letztere so leicht nun auch wieder nicht zu finden ist.

    Gruß
    Barbara Hauser

  2. #2 von kariologiker am 26. Mai 2012 - 12:20

    Es gibt mehr davon, als man gemeinhin denkt. Man muss sie aber finden können und dazu gehört schon eine gewisse Affinität zur Satire.

    Danke für den Kommentar, Barbara.

    Kariologiker

  3. #3 von sissi am 30. Mai 2012 - 15:56

    So wenig wie der Ratzefummel weg zu denken ist, so ist es mit dem Ulk. Gut, dass er sich zu Wort gemeldet hat (lach).
    Welch eine herrliche Idee, ich bin begeistert.
    Armes Ulk, vergiss den Scherz und auch den Spass … fliege mit deinen Gedanken ins Weltall oder wohin auch immer.

    Wer schreibt eigentlich noch Briefe? Geschäftsbriefe ja, doch die ganz privaten … vielleicht mit grüner Tinte auf Büttenpapier …
    Der Briefträger bringt nicht mal mehr Ansichtskarten …. schade.

  4. #4 von angelface am 3. Juni 2012 - 10:55

    ich wär eher für einen „handgeschriebenen, nostalgisch angehaucht, die ich bin:)) ich hasse KARTEN voller nichtssagender Grüße, die vorwiegend aus dem Ausland eintreffen und dir verkünden:Ätsch, ich bin eben da wo du auch gerne wärst, „!
    von offenen Briefen halte ich nicht allzuviel wenn ich auch gestehe, den einen oder anderen habe ich auch schon schön veröffentlicht wenn mich der Zorn, die UNgnade oder ähnlich unbeschreibliches packte…und dazu bewog! dieser hier gefällt mir ganz gut…grinst…und liest weiter…was soll man an einem so verregneten Sonntag auch besseres machen als in alten Briefen herumzustöbern, – :)):)):))

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