Demokratische Kunst

Wer sich mit Kunst beschäftigt, Kunst lebt, der muss im Grunde seines Herzens ein Demokrat sein. Für den Künstler in mir beschränkt sich Kunst nicht nur aufs Musizieren oder aufs Schreiben, nein, mich animiert jede Form des Sinnlichen zu einer musischen Betrachtung.

Einen großen Anteil für jede Form der kreativen Assoziation sind gustatorische Erlebnisse. Ich liebe es mich von guten Weinen betören zu lassen, von einem Calvados entrücken zu lassen, einem Grappa verzaubern zu lassen und von einer italienischen Salami gierig zu werden. Dazu Oliven, die jede Geschmackskomponente bedienen und sich im Zusammenspiel der Zutaten neu erfinden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gut gereifte Früchte sind wahre Glücksspender und kommen manchmal Gedichten gleich, die ich nicht zu schreiben wage und ein exzellentes Filetsteak fordert mich in dem Bestreben nach Klarheit. Jede Form von Sushi, Sashimi und besonders die Zubereitung eines Teppanyaki, das vor Deinen Augen von einem Artisten nur mit einem Messer und einem Schaber auf einer heißen Platte Köstlichkeiten zaubert, sind für mich reine Kunst.

 

Doch auch Pflanzen, von denen ich ausnahmsweise mal wenig weiß, können mich begeistern und zum musischen Assoziieren anregen. Selbst die Naturereignisse haben immer einen Charme, wenn man es versteht sich ihnen zu öffnen. Ein Gewitter ängstigt mich nicht, sondern kann ein Form von Musik ebenso sein, wie ein Gedicht, so wie der Regenbogen oder der Regen vor dem Bogen in dessen Übergang zum Sonnenschein sich eine musische Verknüpfung finden lässt, wenn man es denn zulässt.

 

Es gäbe noch viele Beispiele für demokratische Kunst, doch wenn man nur für die aufgeführten Werte jeweils einen Charakter setzte, man würde erkennen, wie sich das demokratische Modell auf alle Genres, alle Werte übertragen ließe. Dabei sind nicht die Ergüsse das Maß des demokratischen, sondern seine reine Form.

So, wie es gute und schlechte Politiker gibt, so gibt es gute und schlechte Künstler. Gerade Kunst ist im Wesentlichen davon geprägt, dass man danach strebt und bestrebt bleiben muss, das Klare, das Eindeutige zu erreichen.

 

So muss es m. E. rechtens sein, sich derer kritisch zu bemächtigen, die sich in einer bescheidenen Form an dieser wahren Kunst mit unfertigem Handwerkzeug üben, ihnen aufzeigen, welche Werte sich wirklich in der Kunst verbergen und welche Potential die Kunst in sich trägt. Da Kunst immer von Menschen gemacht wird oder durch Menschen betrachtet einen Wert bekommt, ist gerade eine eigene Wertigkeit die Grundlage sich kritisch allen Werken zu stellen. Denn was ist Kunst wert, wenn der Künstler nichts von Kunst weiß? Was ist eine Demokratie wert, wenn niemand sie kennt?

So sehe ich gerade die Kunst als eine demokratische Form an kritisch dem Zeitgeist zu begegnen.

 

© Kariologiker

 

 

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  1. #1 von Josef Rengaw am 1. April 2012 - 17:07

    Lieber Kario,

    demokratisch? Dann wäre das beliebte Entleeren von Mülleimern in Galerien Kunst, weil die Mehrheit das lustig findet.
    In einer Demokratie muss doch nicht alles demokratisch organisiert sein. Gottschalk (zu Wetten, dass … Zeiten) Bundeskanzler, nicht die besten, sondern die beliebtesten Spieler werden in der Eishockeymannschaft aufgestellt, vom Publikum, nicht vom Trainer gewählt.

    Herzlich
    Jupp

  2. #2 von bio tech am 22. Februar 2013 - 08:46

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