Alete

es; sächlich. Tatsächlich ist die genaue Übersetzung des Anagramms ein Firmengeheimnis und somit nur deduktiv eruierbar, was wir uns darunter vorzustellen haben.

Eine naheliegende (interpretatorisch assoziative) Dechiffrierung wäre möglicherweise:

Aufbereiteter Laktat entzogener Tierfutter-ersatz.

Schaut man sich die Vertrauen erweckende Werbung an, fragt man sich ernsthaft, welchen Geldzuwendungen das Unternehmen dieses wieder aufbereitete Erbrochene im geschmacksneutralen Fooddesign gewinnbringend und ungeniert verkaufen kann. Dieser Eintopf aus der Produktionskette Kindernahrung scheint die unverwechselbaren Ingredienzien zu enthalten, aus denen die Konditionierung für jede Form von Einheitsfraß generiert, wie sie uns von Iglo, Bofrost, McDonalds und vielen anderen Fastfood Ketten für den mündigen Bürger angeboten wird.

Umgekehrt ist es die Mündigkeit im Glas, denn was die Mutter essen musste, weils Mutter nicht besser wusste, hätte jede Frau und auch Männer besser kochen können, ganz nebenbei einen eigenen Familiengeschmack etabliert und viel Geld gespart.

Mit Kindern kann man es ja machen … aber dass Erwachsene das Spiel mitspielen?

© Kariologiker

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  1. #1 von sissi am 14. März 2012 - 09:13

    aus der Seele gesprochen….
    Gläschen wärmen und schon kann man den Einheitsbrei den Kleinen in den Mund stopfen und sie schlucken es…..
    Der Mensch schluckt, was man ihm vorsetzt… auf allen Ebenen, denn das hat er gelernt….
    Feine Satire…. Hipp, Hipp

  2. #2 von silberperlen am 15. März 2012 - 14:21

    Heute morgen habe ich an Dich und Deinen Eintrag denken müssen.
    Ich bestellte ein Omlett (bin gerade unterwegs, weil ich gerne dem Winter entfliehe).
    Die Eimasse schüttete der Koch aus einem Tetrapack in die Pfanne.

    Seltsam! Mir wollte es nicht so gut schmecken wie sonst.

  3. #3 von Signe Winter am 16. März 2012 - 00:30

    Ja, und je mehr Kochshows über die Mattscheibe laufen, desto weniger wird gekocht…

    Meine Mutter ging vor uns Kindern morgens aus dem Haus und kam abend erst spät zurück. Das war in der DDR nicht unüblich, denn Frauen arbeiteten Vollzeit. Aber bevor sie zur Arbeit ging, stand sie in der Küche und bereitete z.B. Griesbrei für uns vor. Nee, nee, nicht so wie heute, mit Mikrowelle & Co. Sie KOCHTE den Gries tatsächlich mit Milch, hob ein Eigelb unter und zum Schluss kam ein Stück Butter dazu. Wenn wir aufstanden, war meine Mutter zwar schon (fast) auf der Arbeit, aber der Griesbrei war noch warm und es duftete herrlich danach in der Küche… Und auch das Essen, welches ich als Kleinkind bekam, war hausgemacht… Jeden Tag auf’s Neue!

    Das Argument der Zeitersparnis, welches in diesem Zusammenhang ja gerne ins Feld geführt wird, halte ich für Schwachsinn. Denn meine Mutter hatte ja auch nur 24 Stunden Zeit pro Tag.

    Deine Überlegungen treffen wieder einmal genau ins Schwarze, lieber Kario!

    Lieben Gruß von Signe

  4. #4 von Angelface am 16. März 2012 - 11:51

    die Kochshows die täglich über die Mattscheibe laufen – ja ich gucke sie auch weil mir nix besseres angeboten wird – und ich die Zeit totschlage; verdienen wohl eher das Attribut Show , anstelle von Kochen, es wird gebrutzelt und gebraten , die Hauptsache aber ist ,dass es „schön arrangiert“ auf dem Teller landet um es bewerten zu können… da geht dann ein Ahhh..und hmmm..und lecker durch die Publikumsmassen, die extra dafür eingeladen sind.
    Ein guter Griesbrei, auf die Art die Signes Mütterchen kochte, werden sie wohl kaum WERT legen, das heisst dann heute eher…ausländisch…ist mir jetzt echt grad entfallen…
    in den Stefen Henssler, den Arroganzling, der sich über alle lustig macht – hab ich mal reingeschaut und finde es widerlich wie er alles anlangt ohne sich auch nur einmal die Hände danach zu waschen, egal ob Fisch, Fleisch, Gemüse oder Menschen, er ist ein Grabscher, schüttelt Hände, fährt sich über T-Hirt und Haare und langt dann wieder hinein ins Essen.- da wird mir – gelinde gesagt nur schlecht, ich frage mich oft, schaut da keiner hin und bemerkt das um eine entsprechende Kritik auszusprechen?.

  5. #5 von Dr. Ulrike Lupi-Fuß am 27. März 2012 - 09:00

    Der Brei, der Brei, der Einheitsbrei
    geht strictement in die Kalotte.
    Hier bindet er Gedanken frei
    und zwiebelt die Schalotte.

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