Sprachknoten, ungordisch deutsch!

Ist eigentlich irgendjemanden schon aufgefallen, welches sprachliche Problem sich in der aktuellen Koalition ergeben hat?

Ok, die Frauen haben, angefangen mit den Suffragetten über Rosa Luxemburg bis hin zu Alice Schwarzer, es geschafft, dass die Befreiung der Frau von uns Männern nun schon so weit gediehen ist, dass wir Männern hier und da Sätze an den Kopf geworfen bekommen, die mehr als merkwürdig sind. So z.B.:

Nun emanzipiert Euch endlich auch einmal, ihr Saftsäcke…!“ Oder so ähnlich.

Damit kann ich leben. Zucke bisweilen mit den Achseln und versuche erst gar nicht zu hinterfragen, wie weit Frauen ganz allgemein und oft sehr individuell, wirklich emanzipiert sind oder ob sie nur eine Schablone bedienen, die man ihnen eingetrichtert hat.

Ganz besonders dummsinnig kommt mir dabei stets die Verweiblichung von Berufsbezeichnungen vor. Richterin oder Ärztin, Beamtin oder Politikerin. Was ändert das an dem Beruf, außer, dass früher für beide Geschlechter diese Berufe eher „sächlich“ betrachtet wurden. Heute ist es schon eine Despektierlichkeit, wenn man das „in“ am Ende weg lässt, egal, wie sinnig oder political correct das auch für die deutsche Frau sein mag, ist zumindest in einem Punkt zu einem sprachlichen Desaster gekommen.

Wissen Sie, wer das Amt unseres Dreiknopf, der„Bundesmerkel“ übernimmt, wenn die mal irgendwie plötzlich weg ist?

Korrekt nach den heutigen sprachlichen Normen ist ein Vietnamese der stellvertretende Bundeskanzlerin von Deutschland. Das Geburtsland dieses Migranten ist dabei vollkommen unproblematisch. Das sind fleißige Menschen, die dort leben und sie sind anpassungsfähig bis hin zur deutschen Beamtensprache. Das alles beherrscht unser Rössler perfekt. Nur seine Bestimmung ist selbst ihm wohl noch gar nicht bewusst. Er ist der stellvertretende’r‘ Bundeskanzlerin.

Jetzt ham’mer den Salat, hätte Adenauer gesagt…

© Kariologiker

EDIT Ich wollte immer schon Bundeskanzlerin werden.

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  1. #1 von Martina (mapa67) am 3. Februar 2012 - 09:40

    Unsinnige -in’s führen demnach zu ungewollten Geschlechtsumwandlungen, in die der Betroffene nicht eingewilligt hat? Geschweige denn eine notariell beglaubigte Genehmigung in dreifacher Ausführung eigenhändig, mit nicht löschbaren Schreibgerät unterschrieben, vorweisen kann? Ein klarer Fall von Beschneidung der männlichen Persönlichkeitsrechte! Den Salat muss ich jetzt erst mal verdauen. Das kommt davon, wenn man das Salatdressing nicht mehr einfach auf denselbigen gibt, sondern mit Hilfe eines Trichters und einer Schablone ein vorgegebenes Muster zeichnet.

  2. #2 von Darkandcheesy am 5. Februar 2012 - 18:08

    Deine Worte sind Balsam in meinen Ohren und Ohrinnen. Nicht umsonst schreibe ich auf meiner Seite von Gästen und Gästinnen – der Wahnsinn kennt kein Ende. Wir sind keine Leipziger Studenten, wir sind StudentInnen. Danke für deine Anregung, darüber werde ich selbst demnächst wohl etwas ausführlicher schreiben.
    Die deutsche Spache entwickelt sich ständig weiter, erzählen viele. Leider in eine Richtung, die für den Normalsterblichen so nicht tragbar ist.
    Liebe Grüße,
    Dark and Cheesy

  3. #3 von Dejan am 17. Februar 2012 - 21:25

    Toller Beitrag. Würde gern mehr Beitraege zu der Thematik sehen. Ich freue mich schon auf die naechsten Posts.

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