Nicht den verdammten Einkaufszettel
von Constantin Sauff
Rezension
Denkt man an Detektive, kommen mir sofort die Klassiker von Raymond Chandler in den Sinn, die stets im „Off“ ihre Gedanken mitschwingen lassen. Mit dem bekannten Muster lässt Constantin Sauff seinen Detektiv aufleben, der, wie bei Chandler, stets von Selbstzweifel geprägt, seine Fälle mit Hilfe von Zufällen löst, die allein durch die unzähligen, meist banalen Nichtigkeiten ein Puzzle füllen, das zur Lösung beiträgt.
Mit einer Hommage an Edgar A. Poe, dem „Vater aller Detektiv-Geschichten“, würzt C. Sauff nicht nur seinen Kurzkrimi, sondern führt den Spannungsbogen, ähnlich wie bei seinem honorablen Vorbild Poe, in einer fast surreal anmutenden Szenerie an das Ende einer sehr intelligent konstruierten Kette von Realitäten, wie sie jedem als normal erscheinen. So, wie bei dem Mörder, der als netter Nachbar niemals auffällig geworden war.
Kariologiker

#1 von Darkandcheesy am 3. Juli 2012 - 14:44
Danke für deine Rezension, mein lieber Kario. Ich weiß, dass du immer ehrlich und kritisch bleibst, deswegen weiß ich deine Worte umso mehr zu schätzen!